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Leverkusen
Stadtviertel altengerecht gestalten

Leverkusen. 100.000 Euro hat das Land NRW jetzt zur Verfügung gestellt, damit Opladen und Mathildenhof seniorenfreundlicher werden. Von Gabi Knops-Feiler

Die Menschen werden nicht nur älter, sondern sie wollen auch immer länger in den eigenen vier Wänden wohnen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Damit das künftig besser gelingt, plant das Wohnhaus Upladin der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft (CBT) mit einer Arbeitsgruppe einen Fahrdienst, der bald allen Älteren mit Behinderung zur Verfügung stehen könnte. Gestern berichteten Vertreter der Verbände sowie Sozialdezernent Markus Märtens und Helga Vogt, Leiterin des Fachbereichs Soziales, über die Neuerungen.

Möglich wird das Angebot durch Fördermittel, die das NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter für die nächsten zweieinhalb Jahre bereitstellt. Die Summe über 100.000 Euro dient der Entwicklung seniorenfreundlicher Quartiere mit dem Ziel, Akteure in die Gestaltung einzubeziehen, Versorgungsstrukturen zu bündeln sowie Synergieeffekte zu nutzen. Gleichzeitig sollen Beratungs- und Hilfsangebote ausgebaut werden. Den Gesamtbetrag teilen sich das CBT-Wohnhaus Upladin für Opladen und der Caritasverband für den Stadtteil Mathildenhof.

Die Meinungen und Anregungen von älteren Opladenern hatte Quartiersentwicklerin Astrid Gruska vom CBT-Wohnhaus bereits in der Vergangenheit abgefragt und erste Zeichen gesetzt. Weil Geschäftsführer Wolfgang Pauls den Grundsatz "Ambulant vor stationär" unterstützt, kann die begonnene Arbeit nun fortgesetzt werden. Dazu gehören der Ausbau des vorhandenen Internetportals www.netzwerk-opladen.de und die Erstellung eines digitalen Newsletters, um "Transparenz und Übersichtlichkeit über Angebote und Dienstleister sowie Veranstaltungen für Jung und Alt" zu schaffen, so Gruska. Eine Stadtteilzeitung soll über Termine informieren. Geplant ist, das Ehrenamt mit Hilfe der vorhandenen Strukturen und der "Lupe" (Freiwilligenzentrum für Ehrenamtliche Bürger) zu erweitern und zu vernetzen. Der Bekanntheitsgrad der barrierefreien Sprechstunde im Quartierszentrum des Wohnhauses (dienstags von 10 bis 12 Uhr) soll durch eine Postkartenaktion erhöht werden.

In Mathildenhof steht der Caritasverband Leverkusen fast am Anfang. Um dort die Bedarfe zu ermitteln, werden in den nächsten Tagen Fragebögen an 800 Haushalte verteilt, deren Bewohner älter als 65 Jahre sind. Nicht nur Quartiersentwicklerin Klara Sehrbrock hofft auf hohe Rückläufe, zumal ihr klar ist, dass Versorgungs- und soziale Strukturen für ältere Menschen im hügeligen Mathildenhof fast vollständig weggefallen. Dazu kommt: 71,1 Prozent aller Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind weder altengerecht noch barrierefrei ausgestattet.

Quelle: RP
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