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Leverkusen
Stationäres Hospiz wird mit zwölf Betten geplant

Leverkusen. Zwölf Betten soll es haben und Anlaufstelle sein für alle, deren Leben wegen einer unheilbaren Krankheit in Kürze zu Ende sein wird. Von Susanne Genath

Unter dem Namen "PalliLev" planen das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen, der ambulante Hospizverein und das Klinikum für Ende 2017/Anfang 2018 ein stationäres Hospiz, kündigten sie gestern an. Der Standort stehe noch nicht fest, ebenso wenig, wie teuer der Neubau werde, für den man einen Investor finden wolle. Die Details werde man bei einem öffentlichen Infonachmittag am Freitag, 25. November (17 Uhr, Saal Norhausen, Rheindorf) bekannt geben. An dem Tag soll auch ein Förderverein für das Hospiz gegründet werden.

Jährlich etwa 300 Menschen in Leverkusen und Umgebung benötigen vor ihrem Tod aufgrund einer schweren Erkrankung eine spezielle medizinische Versorgung, berichtet Dr. Manfred Klemm vom Regionalen Gesundheitsnetz. Bislang bei den Todkranken zu Hause. Künftig soll ein Teil von ihnen - die beispielsweise nicht von Angehörigen gepflegt werden können - ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbringen können. Zwölf Pflegekräfte sind für die Betreuung vorgesehen.

Das Klinikum hat zwar seit 2012 eine eigene Hospizstation mit zehn Betten. Dort gehe es aber vornehmlich darum, den Zustand von Schwerkranken zu stabilisieren und sie anschließend wieder nach Hause zu entlassen, erklärt Professor Utz Krug. Circa 190 Patienten im Jahr würden dort behandelt.

"Unter dem Dach des Integrierten Palliativzentrums ,PalliLev' wollen wir die gesamte palliative und hospizliche Versorgung bündeln und dafür sorgen, dass ein Schwerkranker nur einen Ansprechpartner haben muss", erklärt Christoph Meyer zu Berstenhorst vom Ambulanten Palliativzentrum Leverkusen. Denn die meisten Schwerkranken würden weiterhin zu Hause betreut. 124 von ihnen werden zurzeit von den 84 Ehrenamtlern des Hospizvereins begleitet. Projektleiter für das Hospiz ist Lothar Scharfenberg, der pensionierte langjährige Leiter des Altenheims Ulrichstraße.

Quelle: RP
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