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Leverkusen
Steigende Kosten für WGL- und Bauvereins-Mieter

Leverkusen. Für einige Mieter von Sozialwohnungen wird es ab nächstem Jahr teurer. "Wir werden die Mieten für unsere Altverträge, die sich noch in der öffentlichen Förderung befinden, anpassen", kündigt Klaus-Ulrich Heimann, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen GmbH (WGL), an. Auch die Pauschalen für Instandhaltungs- und Verwaltungskosten werde man - je nach Alter des Gebäudes - um einige Prozent erhöhen. Von Susanne Genath

In den Häusern des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO) ändert sich hingegen nicht ganz so viel: "Wir haben vorerst keine Mieterhöhungen geplant", berichtet GBO-Chef Bernd Fass. "Allerdings werden wir die Pauschalen erhöhen."

Hintergrund: "Der Gesetzgeber hat die Mietobergrenzen um 13 Cent angehoben", berichtet Volker Winands, Geschäftsführer vom Eigentümerverein Haus & Grund Leverkusen. Auch die Pauschalen für die Instandhaltungs- und Verwaltungskosten seien gestiegen. Eine Erhöhung der Mieten sei zum 1. Januar 2017 möglich.

Die Obergrenzen für öffentlich geförderte Wohnungen hingen von der Preisentwicklung ab. "Laut dem amtlichen Verbraucherpreisindex sind die Kaltmieten in NRW im Referenzzeitraum zwischen Juni 2013 und Juni 2016 um vier Prozent gestiegen", erklärt Winands.

Für eine Sozialwohnung, die vor 1980 bewilligt worden sei und in einer Gemeinde des untersten Mietniveaus liege, dürfe der Vermieter 2017 eine Miete von bis zu 3,48 Euro pro Quadratmeter verlangen. "Bislang waren es 3,35 Euro." Die Pauschalen, die Vermieter für die Instandhaltungs- und Verwaltungskosten berechnen, dürften entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindex' um 1,9 Prozent steigen.

Die Höhe der Instandhaltungspauschalen richte sich außerdem nach dem Alter eines Gebäudes: jünger als 22 Jahre, 22 bis 31 Jahre alt oder älter als 32 Jahre - je älter, desto höher der Erhaltungsaufwand. "Gebäude der Jahrgänge 1985 und 1995 fallen 2017 in die nächst höhere Altersklasse", sagt Winands. "Für diese Gebäude steigen die Instandhaltungspauschalen um deutlich mehr als 1,9 Prozent." Beim Baujahr 1985 etwa erhöhe sich die Pauschale von 10,93 Euro auf 14,23 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 23,2 Prozent.

Die Mietobergrenzen sowie die Pauschalen für Instandhaltungs- und Verwaltungskosten werden Haus & Grund zufolge turnusgemäß alle drei Jahre angepasst.

Quelle: RP
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