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Leverkusen
Stelzenläufer waren der Hingucker

Leverkusen: Stelzenläufer waren der Hingucker
Die Zülpicher Stelzenläufer "Pantao" verblüfften die Gäste. FOTO: Miserius
Leverkusen. Viele Attraktionen wurden zum Straßenfest geboten. Spielplätze, Radwege, Sicherheit und Einzelhandelsfachgeschäfte gehören zu den Verbesserungsvorschlägen der Bürger für Opladen. Von Gabi Knops-Feiler

Das Wort "Aufbruch" war auf einem Stein zu lesen, der auf dem Tisch lag. Und Aufbruch lag in der Luft. So empfanden es am Samstag, dem Tag der Städtebauförderung, nicht nur Rainer Bertelsmeier (Wirtschaftsförderung) und Silke de Roode (Stadtteilmanagement), sondern auch viele Opladener. "Endlich tut sich etwas auf der Bahnhofstraße", freute sich Norbert Tillmann über das Getümmel und viele gut gelaunte Menschen. "Solch tolle Atmosphäre gab es hier selten", ergänzte Ehefrau Gudrun.

Biertische und Bierbänke reihten sich über viele Meter aneinander. Die Stadtverwaltung hatte sie für das Straßenfest aufgestellt. Das Wetter spielte mit. Mit Stiften konnten Bürger ihre Anregungen und Verbesserungen notieren, denn Opladen soll schöner werden. Unter dem Stichwort "Opladen braucht ... " wurden unter anderem "Spielplätze", "Radwege", "Sicherheit" oder "Einzelhandelsfachmärkte" notiert. Diese Themen sowie Natur, Sauberkeit und Wohnen würden den Bürgern quasi unter den Nägeln brennen, erklärte Bertelsmeier.

Verbesserungsvorschläge der Bürger: Opladen soll sich ändern

Eine Band sorgte für Livemusik. Der Frischemarkt feierte sein 15-jähriges Bestehen mit diversen Aktionen. Organisatorin Brigitte Klekamp, die den Markt im Auftrag der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) organisiert, erhielt deshalb Blumen von der Vorsitzenden Regine Hall.

Die kleine "Erdbeere" Jean-Luca (9) verteilte kostenlose Früchte. Zwei skurrile "Baum- und Waldwesen" - Mitglieder der Stelzenläufer "Pantao" aus Zülpich - staksten durch die Straßen, verblüfften die Menschen und waren die Fotomotive schlechthin. Anlieger beteiligten sich mit Aktionen. Auf dem Bunker präsentierten vier Planungsbüros ihre Ideen im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzeptes.

Evelin Müller wohnt seit 48 Jahren in Opladen. Ihr Grundstück sei verdreckt und zugemüllt, berichtete sie. Nachts traue sie sich kaum noch aus dem Haus. Außerdem gebe es zu viele Billigläden, Spielhallen und Handygeschäfte. "Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, woanders zu wohnen", erklärte sie. Ein Ehepaar entgegnete: "Opladen geht immer mehr den Bach runter."

Apropos Bach: "Wasser in der Fußgängerzone ist schön", sagte Landschaftsarchitekt Thomas Wündrich, "kann aber auch ganz schnell hässlich aussehen." Alternativ könnte man ein bis zwei Pumpen installieren. Diesen Kompromiss könne er sich ebenso gut vorstellen, wie das alte Logo von Opladen als Boden-Tatoo anzubringen oder als Banner an Laternen. "Zur Stärkung der Identität", sagte er.

"Opladen hat Flair - trotz allem" hatte ein Besucher wie zur Bestätigung auf einen der 25 Tische geschrieben.

Quelle: RP
 
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