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Leverkusen
Straßen.NRW wehrt sich gegen Kritik der Bürgerliste

Leverkusen. Der Landesbaubetrieb Straßen.NRW wehrt sich gegen die Vorwürfe der Bürgerliste. Deren Fraktionschef, Erhard Schoofs, hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz die Pläne, die Straßen.NRW für die kleine Tunnellösung vorgelegt hat, scharf kritisiert und für mangelhaft erklärt. Zudem warf er der Behörde "Schauplanung" vor. Die Initiativen fühlten sich getäuscht. Von Tobias Brücker

Straßen.NRW-Sprecher Timo Stoppacher widersprach dieser Darstellung gestern. "Unsere Planungen sind natürlich möglich", betonte er. Das oberste Ziel sei es, die Verkehrswege während den insgesamt drei Bauphasen aufrecht zu erhalten. Das Mittelstück sei nunmehr der dritte, nicht mehr der zweite Bauabschnitt.

Schoofs hatte erklärt, der Europaring (B 8) müsse beim Bau des Tunnels um zweieinhalb Meter angehoben werden. Das sei von Seiten der Behörde so bejaht worden. Währenddessen solle nach deren Plänen die darüber befindliche A 1 weiterhin durch den Autobahnverkehr genutzt werden. Die Folge: Weder Pkw noch ein aufrecht gehender Fußgänger könnte den Europaring passieren.

Stoppacher entgegnete, sofern es denn zum Tunnelbau komme, werde zunächst der südliche Trog (Fahrtrichtung Dortmnd) - also der Tunneleingang - angelegt. Der Trog liege ohnehin tiefer als der Europaring jetzt, bringe zudem eine gewisse weitere Tiefe mit sich. Über ihr könne eine Behelfsbrücke angebracht werden, über die der Europaring kurzzeitig führen könne. "Dann macht die B 8 von Wiesdorf kommend auf einer von uns angelegten, provisorischen Straße 200 Meter vor der A 1-Brücke einen Schlenker nach rechts", erläuterte er. "Kurz vor der Dhünn ginge es dann hinunter, um hinterher wieder links hinauf zu führen." Der Europaring führe nun über die Autobahn.

Nachdem die Verbindung von der neuen Stelze zum Tunnel hergestellt sei und der Verkehr durch diesen einen Tunnel in beide Fahrtrichtungen fließe, werde die alte A 1-Stelze abgerissen. Sodann könne der nördliche Trog erstellt werden (Richtung Koblenz) sowie anschließend die neue B 8-Brücke in Angriff genommen werden - dann ohne störende Autobahnbrücke im Wege.

Quelle: RP
 
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