| 12.07 Uhr

Streit um A1-Ausbau
Bürgerinitiative demonstriert vor dem Rathaus

Fotos: Bürger und Politik fordern "Tunnel statt Stelze"
Fotos: Bürger und Politik fordern "Tunnel statt Stelze" FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Kölner Polizei hat eine geplante Fahrraddemonstration auf der Autobahn 1 bei Leverkusen abgelehnt. Die Verkehrsinitiative LIV zieht nun vor das Rathaus. Die Bürger wollen, dass die Autobahn im Stadtgebiet unter die Erde verlegt wird. Bislang führt sie auf einer Stelze mitten hindurch. 

Fest steht: Vor allem die Leverkusener Rheinbrücke, aber auch die A1 zwischen dem Kreuz Leverkusen-West und dem Leverkusener Kreuz sind marode und müssen dringend saniert werden. Geplant ist, die Brücke neu zu bauen und die Autobahn zu erweitern. Statt der bislang sechs Fahrstreifen könnte die A1 in Zukunft bis zu zwölf Spuren bekommen, damit sie dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht wird. 

Tunnel statt Stelze 

Die A1 führt quer durch den Leverkusener Stadtteil Küppersteg. Anwohner beklagen eine hohe Lärm- und Feinstaubbelastung - und wollen mit aller Macht eine Tunnellösung. Die Stelzen-Gegner verweisen auf bestehende und steigende Gesundheitsrisiken.  

"Die Bewohner entlang der Stelze leiden schon jahrzehntelang unter erheblichen Lärm-, Staub- und Sichtbelastungen. Der Schandfleck muss endlich verschwinden", heißt es in einer Mitteilung der Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung (LIV), die zu der Fahrraddemonstration aufgerufen hatte.

Knackpunkt sind die Kosten: Ein Tunnel würde 260 Millionen Euro mehr kosten als eine Stelzenlösung. Das geht aus einer Studie zur A1-Stelze hervor, deren Eckdaten der Landesbetrieb Straßen.NRW Anfang Dezember vorgestellt hatte. 

Der Bund ist Auftraggeber und muss die Arbeiten bezahlen. Noch im Jahr 2016 soll eine Entscheidung für Stelze oder Tunnel fallen. 

Demo-Programm

Vor dem Rathaus wollen die Stelzen-Gegner am Samstag, 13. Februar, ab 12 Uhr für eine umweltfreundliche Lösung demonstrieren. Geplant ist, dass ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen gemeinsam ein Zeichen setzen.

Zusagen lägen bereits von den ehemaligen Stadtchefs Walter Mende (SPD), Paul Hebbel (CDU) und Ernst Küchler (SPD) vor. Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) und die Leverkusener Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach (SPD) und Helmut Nowak (CDU) sollen sich für die Tunnel-Lösung aussprechen, heißt es. 

(sef)
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