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Leverkusen
,,Su muss et sin, dat gallische Dörp vom Rhing"

Leverkusen: ,,Su muss et sin, dat gallische Dörp vom Rhing"
Magischer Augenblick: Prinz Manfred Roggenbuck, Jungfrau Kitty (Rainer Helm) und Bauer Ekkehard „Ekki“ Sepp mitten im Proklamationsgetümmel. FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Prinz Manfred Roggenbuck, Jungfrau Kitty (Rainer Helm) und Bauer Ekkehard "Ekki" Sepp rocken Hitdorfs Karneval. Von Peter Korn

Auf der Feier zur Nubbelverbrennung 2015 war in Hitdorf das neue Sessionsmotto verkündet worden - ausgewählt aus über 35 Vorschlägen und nach fünf Wahlgängen wurde das Motto ,,Su muss et sin, dat gallische Dörp vom Rhing" nach der Idee von Michael Monius.

Ausgelassene Stimmung wie hier ist in Hitdorf eigentlich immer garantiert. FOTO: Miserius, Uwe

Uwe Steeg, Vorsitzender der KG Hetdörper Mädche un Junge vun 93, dankte an dem Abend auch allen Helfern, Sponsoren, der Leverkusener Stadtverwaltung, der Polizei, dem Roten Kreuz und den Kräften der Sicherheitsfirmen für ihre Unterstützung. Sie alle werden auch in dieser Session wieder gefordert sein, denn mit dem neuen Dreigestirn Rainer Helm (56), der als Jungfrau Kitty gemeinsam mit Bauer Ekkehard "Ekki" Sepp und Prinz Manfred Roggenbuck die Säle rockt, gibt es wieder ganz neue Herausforderungen.

Hitdorfer sind sie alle - doch aufgewachsen sind zumindest Bauer Ekki und Prinz Manfred im Exil. "Als gebürtiger Kölner hat man den Karneval natürlich im Blut", sagt der Prinz. Und doch sei es in Hitdorf anders. "In Köln ist alles groß und pompös. Aber hier ist noch der Dorfkarneval. Wenn ich gleich vor den Saal trete, sind da nur Bekannte. Da kennt man 95 Prozent", beschreibt das jecke Oberhaupt. Bauer Ekki, geboren in Essen, ergänzt: "Man ist einfach ganz nah dran, spürt das Publikum direkt. Es ist urwüchsiger."

„Rote Rosen sind die ewigen Boten der Liebe“, das wissen auch diese Hitdorfer. FOTO: Miserius, Uwe

So war es auch am Wochenende: Die drei Tollitäten pulverisierten den Saal nach allen Regeln der närrischen Kunst.

Mitglied im Dreigestirn wollten sie übrigens alle werden. "Aber das muss ja von langer Hand geplant sein", betont Prinz Manfred I., im echten Leben Einzelhandelskaufmann von Beruf. "Ich hatte früher auch lange blonde Haare, vielleicht liegt es daran", sagt Rainer Helm lachend. Wie sein Rufname "Kitty" entstanden ist, weiß er angeblich übrigens nicht mehr. "Ich bin ja, wie die anderen beiden auch, Mitglied in der Fährgarde. Da wurde ich eben eines Tages so gerufen."

Ausgelassene Stimmung wie hier ist in Hitdorf eigentlich immer garantiert. FOTO: Miserius, Uwe (umi)

Den knallroten Lippenstift zieht die Jungfrau übrigens nicht selbst: "Dafür haben wir eine Maskenbildnerin - zum Glück! Wenn ich das machen müsste, sähe das auch ganz anders aus, fürchte ich."

Am Wochenende zeigten die drei jedoch schon einmal eindrucksvoll, wie sie die Jeckenschar in ihrer Session zum Kochen bringen wollen. Und dafür brauchen sie garantiert keine Nachhilfe mehr, sondern nur noch gute Kondition. Aber im gallischen Dorf soll es ja bekanntlich guten Zaubertrank geben.

Quelle: RP
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