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Leverkusen
Tanz und Theater für Flüchtlingskinder

Leverkusen. Während der Herbstferien haben sie sich eine Woche lang täglich zu Musik bewegt und gemeinsame Tanzschritte eingeübt oder kleine Theaterszenen entwickelt. Insgesamt nahmen elf Kinder und Jugendliche, die von Flucht und Vertreibung betroffen sind, an einer Aktionswoche in der Musikschule teil. Zwei Kurse waren zustande gekommen, eine Tanz- und eine Theatergruppe. Zum Ende veranstalteten die Teilnehmer im großen Saal der Musikschule eine kleine Vorführung für Eltern, Freunde und kleine Geschwister. Von Monika Klein

"Wir sind echt stolz auf diese Gruppe", wandte sich Tanzpädagogin Katja Morozova an die Zuschauer-Eltern. "Ihre Kinder sind talentiert, die sollten Sie auf jeden Fall weiter fördern." Zusammen mit ihrem Kollegen Rene Buckbesch hatte sie die sechsköpfige Tanzgruppe trainiert. Eine Neunjährige behauptete sich da sehr wohl zwischen den älteren Jugendlichen.

Obwohl es für alle Teilnehmer die erste ernsthafte Begegnung mit Tanz war, trauten sich alle schon bald, mit kleinen Solonummern hervorzutreten. Zum Teil mit durchaus sportlichen Einlagen, komplizierten Beinbewegungen oder Kopfstand. Gemeinsame Tanz-Aktionen gelingen ganz unabhängig vom unterschiedlichen Stand der Deutschkenntnisse dieser 14- und 15-Jährigen, die aus ganz verschiedenen Ländern nach Leverkusen kamen und seit etwa einem Jahr hier leben. Zugleich wurde durch die Kommunikation im Kurs Sprache trainiert.

Parallel haben die Dozenten Janosch Roloff und Lucia Schulz mit einer Gruppe Theater gespielt. Weil sich nur fünf jüngere Kinder angemeldet hatten, einigte man sich auf märchenhafte Stücke. Die Mädchen wollten in die Rolle von hübschen Prinzessinnen schlüpfen, die Jungen lieber als Ritter kämpfen. Aus diesen Zutaten entwickelte man zwei Kurzstücke und baute aus Stühlen ein Bühnenbild.

Die Teilnahme an der Aktionswoche war für die Kinder kostenfrei, sie wurde vom Förderverein der Musikschule, Zuwendungen der Serviceclubs Lions und Kiwanis sowie der Bürgerstiftung getragen. Ein Beitrag kam auch aus dem Verkauf der Schuhe, die im Juni bei einer Protestaktion gegen Kultureinsparungen vor dem Rathaus gesammelt worden waren.

Quelle: RP
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