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Leverkusen
Tauziehen um Auslagerung an der Gesamtschule Schlebusch

Leverkusen. Die Politiker waren offenbar davon ausgegangen, dass die Pläne für einen Schulgebäudetausch an der Heinrich-Lübke-Straße mit den betroffenen Schulkonferenzen abgestimmt waren. Aber bei der Vorbereitung der Schulausschuss-Sitzung am Dienstag zeigte sich, dass Kollegium, Schüler- und Elternschaft der Gesamtschule Schlebusch (GLS) keineswegs mit den Plänen der Verwaltung einverstanden sind und das auch ausführlich begründet haben. Bereits beschlossen ist die Auflösung der Dependance der Förderschule 1 (früher Comeniusschule) an der Heinrich-Lübke-Straße zum Schuljahr 2017/18. Die Förderschulen werden am Standort der Rat-Decks-Schule zusammengelegt. Von Monika Klein

Wenn die Förderschule auszieht, soll die Schlebuscher Gesamtschule das Gebäude nutzen, so die Verwaltung. Ein entsprechender Umbau würde etwa halb so viel kosten wie der geplante erforderliche Anbau auf dem Ophovener Schulgelände, der auf drei Millionen Euro geschätzt wurde. Die Entfernung von 1,7 Kilometern sei zumutbar, sagt die Schulverwaltung und verweist auf die Situation der Rheindorfer Gesamtschule, die als Messlatte für den Raumbedarf der Schlebuscher gelten soll.

Die Schulkonferenz der GLS, die schon während der Sanierung die Auslagerung von Klassen in die Schule Görresstraße verkraften musste, lehnt aber eine Dependance-Lösung an der Heinrich-Lübke-Straße ab, unter anderem weil der Platz nicht für einen kompletten Jahrgang ausreiche. Der bereits zugesagte Erweiterungsbau sei die einzige sinnvolle Lösung, sonst könne die aktuelle Schulentwicklung mit Anforderungen durch Inklusion, individuelle Förderung oder Integration von Flüchtlingen nicht funktionieren.

Der Schule würden bei einer Dependance-Lösung dringend erforderliche Ressourcen entzogen. Differenzierungsräume würden am Standort benötigt, ohne das ganze System durcheinanderzubringen. Man will keine erneute Trennung der Schulgemeinde, weil dies einen Kommunikations- und Identifikationsverlust bedeute. Die Schulpolitiker vertagten die Entscheidung in den Rat und verlangten bis dahin eine genaue Kostenrechnung beider Lösungen.

Quelle: RP
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