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Leverkusen
TBL bietet besseren Streudienst - versprochen

Leverkusen: TBL bietet besseren Streudienst - versprochen
Diese Karte macht deutlich, welche bunte Vielfalt es bei den Streudienst-Zuständigkeiten auf Leverkusener Straßen und auf den Autobahnen gibt. Speziell in Schlebusch, Opladen und Rheindorf werden auch innerörtliche Hauptstraße nicht durch die TBL, sondern durch Straßen.NRW gestreut. FOTO: TBL/RP
Leverkusen. Vor allem mit genaueren Wetterprognosen wollen die Technischen Betriebe die Reaktionszeit auf glatte Straßen verkürzen. Von Ulrich Schütz

Die Organisation des Leverkusener Winterdienstes wurde von den städtischen Technischen Betrieben (TBL) neu justiert: Mit einem Zweischichtsystem und den Daten von drei neuen Wetterstationen will die TBL-Leitung schneller und umfassender auf Wintertage mit Eis und Schnee reagieren. "Aber Winter bleibt im Rheinland immer noch ein Ausnahmezustand", erinnert TBL-Chef Wolfgang Herwig. Da sei vom Fahren mit Sommerreifen doch abzuraten, obwohl genau dies oft noch in Leverkusen vorkomme. "Und bitte daran denken: Wir vom Streudienst sind die Guten, wir tun alles, damit die Fahrbahnen schnell nutzbar sind", sagt Stefan Cserép, Einsatzleiter beim TBL-Streudienst. Er spricht aus leidiger Erfahrung, kennt die vielen Bürgerbeschwerden, wenn es - wetterbedingt - mit dem Streuen etwas dauert. Immerhin: Eine Streurunde auf den wichtigsten Straßen dauert rund vier Stunden, wenn denn die Autofahrer die Streuwagen nicht behindern.

Deutlich verfeinert hat die TBL die Datengrundlage für die Wetterprognosen: Um das "Leverkusener Mikroklima" besser einschätzen zu können wurden drei "Glättemeldeanlagen" montiert. Sie stehen an der Burscheider Straße, an der höchsten Stelle der Hamberger Straße und an der Rheinallee in Höhe des Antoniusstegs. Von dort fließen die Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Fahrbahntemperatur zum Wetter-Dienstleister Meteogroup. Bislang trafen die Wetterexperten ihre Prognosen anhand von Daten aus Köln-Stammheim und Düsseldorf. Die Besonderheiten im auch bergischen Leverkusen wurden deshalb oft nicht erfasst. Thomas Eberhard, Leiter der TBL-Straßenunterhaltung, warnt aber: "Wetteraussagen über drei Tage hinaus ist Kaffeesatzleserei" (Deshalb sei es etwa fraglich, ob kommende Woche der angekündigte Schneefall auch falle).

Neu ist bei der TBL mehr vorbeugende Streuarbeit. Droht Glätte oder Schnee, verteilen die Fahrer von vier Großfahrzeugen noch am Abend zuvor Sole oder Feuchtsalz.

Der geplante Zweischicht-Streudienst stellt die TBL-Mannschaften vor große Herausforderungen: "Wir schaffen das mit Müh und Not", sagt Abteilungsleiter Hans-Michael Bappert. Wenn ein solcher Einsatz anfalle, werde die übrige Arbeit auf absolute Notstufe runtergefahren, selbst Unfallstellen wird die TBL dann nicht mehr abstreuen oder säubern: "Dies übernimmt dann absprachegemäß unsere Feuerwehr", berichtete TBL-Chef Wolfgang Herwig. Aber: Mit dem geplanten Schichtbetrieb können bis zu zehn große Räum- und Streulaster 19 Stunden durch die Stadt rollen, bisher waren es nur zehn Stunden hintereinander. Die TBL sind neben Straßen nur noch für Brücken und Treppen zuständig, der Rest wird durch private Firmen gesäubert.

Quelle: RP
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