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Leverkusen.
Telekom: Internet mit "doppeltem Espresso"

Leverkusen.: Telekom: Internet mit "doppeltem Espresso"
Falk Wieczorek, Detlef Ludwig (Telekom) und Oberbürgermeister Uwe Richrath drückten symbolisch den Startknopf fürs schnellere Internet. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen.. Der lang ersehnte Netzausbau durch die Telekom ist da. Es wurden fast 50 Kilometer Glasfaserleitungen in die Erde gelegt und 142 Gehäuse neu aufgebaut. 39.000 Alt-Leverkusener können das jetzt nutzen. Von Gabi Knops-Feiler

Opladen ist durch NetCologne bereits gut versorgt. Hitdorf muss sich noch ein wenig gedulden, da die Deutsche Telekom den gesamten Vorwahl-Bereich 02173 erst im Januar technisch aufrüstet. Ab Montag können dagegen fast 39.000 Haushalte in Alt-Leverkusen mit Vorwahl 0214 das neue, schnelle Internet nutzen und mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde surfen. Telekom-Vertreter präsentierten die Neuerungen gestern im Büro des Oberbürgermeisters.

Uwe Richrath bezeichnete die Anbindung an die "Datenautobahn" als wichtigen Faktor für das Vorankommen des Wirtschaftsstandortes und für ein attraktives Lebens- und Wohnungsumfeld.

Möglich wird die Geschwindigkeitssteigerung durch das so genannte Vectoring, das als Daten-Turbo gilt. Es sei wie ein "doppelter Espresso"für bisherige Kupferkabel. Es beseitige elektromagnetische Störungen, die es zwischen den Kupferleitungen gebe, die wiederum vom Verteilerkasten, dem so genannten Multifunktionsgehäuse am Straßenrand, zum Router in die Wohnungen der Kunden führten, sagte Detlef Ludwig, kommunaler Ansprechpartner der Telekom Deutschland.

Die neue Technologie erhöht die Netzgeschwindigkeit und kann somit den Datenhunger der nächsten Jahre stillen. Immerhin bedürfe eine Stadt mit 50.000 Einwohnern im Jahr 2015 die gleiche Datenmenge, die 1997 weltweit angeboten wurde, so Ludwig. Das neue Netz sei so leistungsstark, dass Surfen, Telefonieren und Fernsehen über einen Anschluss funktionierten.

Beim Herunterladen von Daten aus dem Internet verdoppele sich die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Hochladen vervierfache sie sich sogar auf bis zu 40 MBit/s. Gerade das Hochladen gewinne immer mehr an Bedeutung, ergänzte Ludwig. Menschen nutzten das Internet heute nicht mehr nur passiv, sondern teilten ihre Texte, Fotos und Videos übers Netz. Und: "Leverkusen war an der Reihe", begründete Ludwig den lange ersehnten Netzausbau, bei dem insgesamt fast 50 Kilometer Glasfaserleitungen in die Erde gelegt sowie 142 Gehäuse neu aufgebaut wurden. Jedoch kommen die schnellen Internetanschlüsse nicht von alleine ins Haus, sondern Kunden müssen sich registrieren.

Wer Glück hat, kann die Neuerung noch vor Weihnachten nutzen. Infos und Beratung gibt es im Telekom Shop (Wiesdorfer Platz 31 und Friedrich-Ebert-Platz 1) und unter der Hotline-Rufnummer 0800 330 3000.

Überdies sind Beraterbusse in den Stadtteilen Schlebusch, Steinbüchel und Alkenrath unterwegs. Ab Januar werden Kundenberater die Haushalte entsprechend informieren.

Quelle: RP
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