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Leverkusen
Tellers Jubiläum mit Uraufführung

Leverkusen. Noch ehe die Glocken der Remigius-Kirche am Sonntag zum Hochamt anlässlich des silbernen Priesterjubiläums von Stadtdechant Heinz-Peter Teller läuteten, waren alle Kirchbänke besetzt. Es gab nur noch Stehplätze. Auch die Empore war berstend voll. Begleitet von 30 Messdienern, sechs Fahnenträgern folgte auch Domprobst Gerd Bachner. Zu Beginn begrüßte Teller seine Familie, allen voran "meine liebe Mutter", sie solle tapfer bleiben, da sie so nah am Wasser gebaut habe. Die Predigt übernahm, auf Tellers Bitte, Pfarrer Jürgen Schmitt-Aßmann aus Hagen. Diese Bitte zu erfüllen sei nicht leicht gewesen, da er von Teller eine Liste erhalten habe, worüber er alles nicht sprechen solle, sagte der Priester. Er schloss mit dem Wunsch, Teller möge noch viele Jahre Pfarrer dieser Gemeinde sein und die Erkenntnis gewinnen, "dass eine 16 Jahre so gut geführte Pfarrei nicht untergeht, wenn du einmal im Jahr Urlaub machst."

Zu Beginn hatten Teller und alle Messbesucher aber eine Uraufführung erleben dürfen. Die war ein persönliches Geschenk seines Kirchenmusikers Andrea Filippini, der Tellers Primiz-Spruch vertont und ihm zu seinem 25. Priesterjubiläum gewidmet hat. Die Chorpartie hat er dabei bewusst so geschrieben, dass Kinderchor über Jugendchor "once again", Kirchenchor und Projektchor eingebunden waren. Der anspruchsvolle Bläser- und Orgelpart (von Andreas Sembray gespielt) ergänzte mit festlichem Glanz und eingängiger Rhythmik.

Das Geschenk in Form einer Partitur mit Unterschrift aller Mitwirkenden bekam Teller erst beim anschließenden Empfang im Marienschulgarten. Dort durfte der Jubilar immerhin sitzend die Glückwünsche verschiedener Gruppen und Abordnungen entgegennehmen. Kollege Pfarrer Ulrich Sander gratulierte für das Stadtdekanat, Bezirksvorsteher Rainer Schiefer für die Stadt. Er nannte Teller "ein Aushängeschild unserer Stadt" und zitierte nochmals den Primizspruch "Ich bleibe bei euch alle Tage...".

Unmittelbar nach dem Hinweis auf das vakante Bistum Dresden-Meißen deuteten die Gäste den nun ganz anders. Per Türkollekte war in den vergangenen Wochen für ein Geschenk der Gemeinde gesammelt worden: ein Expositorium für die Monstranz. Die Auswahl scheiterte bislang am chronischen Zeitmangel des Pfarrers.

(kno/mkl)
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