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Leverkusen
Theaterabend für Karin Staffe mit viel Lokalkolorit

Leverkusen: Theaterabend für Karin Staffe mit viel Lokalkolorit
Zwei Stunden Kurzweil: Die Mitglieder des Schauspielkurses hatten unter dem neuen Regisseur eine Reihe kleiner Sketche einstudiert. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Der Raum ist in völlige Dunkelheit gehüllt. Dann erhellt er sich. Auf der Bühne: eine Handvoll Männer in schnicken, weißen Hemden. Sie besingen in humoristischer Form das Dauerthema der Stadt: den Autobahnausbau und dessen Folgen und die verbundene Problematik. Die Leute schmunzeln, einige lachen laut. Auch weil sie wissen: Das ist erst der Anfang. Von Tobias Brücker

Denn der Schauspielkursus der Volkshochschule (VHS) hatte insgesamt 20 solcher kleinen Sketche für die rund 50 Zuschauer im Agamsaal des Forums vorbereitet. Es war eine Hommage an die im vergangenen Jahr verstorbene Karin Staffe, die lange Jahre nicht nur den Kursus geleitet, sondern darüber hinaus auch die Studiobühne ins Leben gerufen hatte. Eigentlich, erzählte VHS-Leiter Gerd Struwe, habe Staffe das Beste aus ihrer langen Arbeitszeit mit ihrem Kurs inszenieren sollen. Doch der große Intendant im Himmel habe offenbar anderes vorgehabt. Sie verstarb im Alter von 72 Jahren, verlor schlussendlich den Kampf gegen die Krankheit Krebs. "Wir wussten nicht, wie es weitergehen soll, ob wir überhaupt etwas auf die Bühne bringen können", berichtete Struwe.

Regisseur Simon Kappes sollte die Rettung werden. Schon im Alter von nur 15 Jahren hatte er bei der Studiobühne mit Staffe zusammengearbeitet. Und er erinnert sich vor allem an eine Eigenschaft der so geschätzten Frau: "Sie hatte ein Händchen für die Menschen." Man habe sich als Teilnehmer sicher sein können, an der richtigen Stelle besetzt zu werden. Und Gerd Struwe war sich sicher: "Sie ist heute hier bei uns, das spüre ich ganz deutlich." - das Publikum applaudierte an dieser Stelle laut.

Nun betreut Kappes den 16-köpfigen Kursus, der für diesem Abend einige witzige Geschichten eingeübt hatte. Dass diese jeweils nur rund fünf Minuten andauerten, machte die rund zweistündige Aufführung sehr kurzweilig.

Dass alles so perfekt klappte, bedeutete im Vorgang einiges an Arbeit. Schließlich ist ein Wechsel des Regisseurs nicht immer ganz einfach. "Es lief überraschend gut", lobte Simon Kappes. Zwar habe er sich einige Mal anhören müssen, Karin Staffe habe einige Dinge anders gemacht - aber das sei normal, betonte der neue Leiter des Schauspielkurses lachend.

Quelle: RP
 
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