| 21.38 Uhr

Leverkusen/Köln
Tödlicher Unfall auf der A1 und Silvester-Randale

Leverkusen/Köln. Ein 77-jähriger Beifahrer ist am Neujahrsmorgen auf der A1 bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt worden. Er starb kurz darauf in einem Kölner Krankenhaus. Insgesamt verlief die Silvesternacht friedlich.

Wer am Neujahrsmorgen vom Leverkusener Kreuz auf der Autobahn in Richtung Köln Nord fuhr, sah schon aus der Ferne eine Kolonne von Rettungswagen. Neben dem tödlich Verletzten wurden eine 44-jährige Autofahrerin sowie drei weitere Mitfahrer (48, 57, 66) leicht verletzt. Die 44-Jährige befuhr laut Polizei die A1 in Richtung Saarbrücken. Im Autobahnkreuz Nord habe sie aus bislang ungeklärter Ursache gegen 8.50 Uhr die Kontrolle über ihren Pkw verloren und sei damit gegen einen Baum geprallt.

Durch die Kollision habe sich das Fahrzeug gedreht und sei auf die Seite gekippt. Durch den Aufprall sei der 77-jährige Beifahrer eingeklemmt worden. "Rettungskräfte befreiten den lebensgefährlich Verletzten und brachten ihn in ein Krankenhaus", heißt es im Polizeibericht. Die Zufahrt von der A1 auf die A57 in Richtung Köln-Zentrum blieb längere Zeit gesperrt.

Friedliche Silvesternacht

Zur Silvesternacht zog die Polizei Bilanz: "Wie im Vorjahr verliefen die meisten Silvesterfeierlichkeiten auf den Rheinbrücken, in der Kölner Innenstadt und in Leverkusen friedlich. Die Polizisten schritten hauptsächlich bei Körperverletzungsdelikten und Ruhestörungen ein", schrieb die Pressestelle. In Köln habe die Polizei 94 Platzverweise, in Leverkusen nur zwei aussprechen müssen.

Es gab 20 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen (25 im Vorjahr). 78 Körperverletzungen wurden in Köln registriert. In Leverkusen verzeichneten die Beamten vier Straftaten dieser Art (Vorjahr: 5). Die Zahl der Ruhestörungen stieg im Vergleich zum Vorjahr (76, davon acht in Leverkusen) an. Bis 6 Uhr schritten die Polizisten in 80 Fällen, davon sieben Mal in Leverkusen wegen zu lauten Feierlichkeiten, ein. Kurz vor Mitternacht musste der Bahnhofsvorplatz im Bereich des Treppenaufgangs zum Dom durch die Polizei geräumt werden. Um eine Massenpanik durch Zünden von pyrotechnischer Munition bei den etwa 1000 Feiernden zu verhindern, begannen die Beamten den Platz zu räumen. Trotz der ungeplanten Feierpause gestaltete sich die Einsatzlage entspannt.

(gt)