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Serie Berufsstart In Leverkusen
Treffer: mit einer Bewerbung zur Bankkauffrau

Serie Berufsstart In Leverkusen: Treffer: mit einer Bewerbung zur Bankkauffrau
Auszubildende Joana Schmidt (l.) mag den Kontakt zu den Kunden. Sie absolviert gerade eine Ausbildung bei der Sparkasse zur Bankkauffrau und möchte danach noch studieren. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das neue Ausbildungsjahr steht vor der Tür. Die Bewerbungsphase für 2016 läuft. Wir stellen Lehrberufe in der Stadt vor. Von Ludmilla Hauser

Leverkusen Wenn Joana Schmidt mit ihrer Ausbildung fertig ist, könnte es sein, dass sie eine Karriere im Bereich Risikomanagement einschlägt. Denn die heute 21-Jährige ist schon ein bisschen auf Risiko gegangen, als sie "nur eine einzige Bewerbung losgeschickt" hat. Deren Adressat war die Sparkasse Leverkusen.

"Und ich war selbst ein bisschen erstaunt, dass das sofort geklappt hat", erzählt Joana, die bald ihr erstes Jahr als Azubi zur Bankkauffrau hinter sich gebracht haben wird. Um die Zeit des Abis an der Marienschule habe sie noch nicht genau gewusst, was sie in Sachen Berufskarriere machen möchte. "Aber irgendwie habe ich mir am Berufsinfotag dann auch nur den Stand der Sparkasse angeschaut: Mit Menschen zu arbeiten finde ich gut, das Thema Finanzen interessiert mich. Aber ich habe erstmal mit meinem Vater gesprochen." Dessen Rat war nötig, weil Joana Bedenken kamen, denn Mathe sei nicht ihr stärkstes Fach in der Schule gewesen.

Sparkassen-Personalchefin Petra Nigbur räumt mit einem Vorurteil auf. In Mathe muss man nicht zwangsläufig ein absoluter Überflieger sein, um eine Banker-Karriere anzustreben: "In Mathe und Deutsch müssen die Noten mindestens im Dreier-Bereich liegen. Wir setzen Schwerpunkte auf kommunikative Fähigkeiten, Sozialkompetenzen, Interesse an betriebswirtschaftlichen Themen."

Dass sie das alles erfüllt, hat Joana gleich beim Bewerbungsverfahren im Assessment-Center bewiesen. "Da sollte sie in einem gespielten Kundengespräch einen Lippenpflegestift verkaufen", erzählt Nigbur lächelnd. "Verkauft hat sie dem Kunden gleich zwei."

Das Talent kommt nicht von ungefähr: Als Schülerin hat Joana sich im Einzelhandel etwas dazuverdient, verkaufte Kleidung. "Ja, ich bin fleißig", gesteht sie. "Ich habe auch damals schon mein Geld gespart, geschaut, was man sich davon leisten kann." Das will sie auch für andere tun: "Geld optimieren", nennt Joana Schmidt das kurz. "Ich will Kunden in finanziellen Angelegenheiten helfen, in Sachen Altersvorsorge, Versicherungen, Zukunftsabsicherung."

Um das auf breiter Basis tun zu können, durchläuft Joana in ihrer dreijährigen Ausbildung die Bereiche Service, Kundenberatung und Fachabteilungen wie Controlling, Kredite, Firmenkunden, Private Banking ("Wo das ganz dicke Geld sitzt", sagt Nigbur), Unternehmenskommunikation und Marketing. Zudem geht's zum Blockunterricht in die Berufsschule. Ihr Lieblingsfach dort: "Rechnungswesen. Das ist sehr logisch, da kann es nur eine Antwort geben", erläutert Joana. Sie hat sich vorgenommen, nach der Lehre berufsbegleitend an der Sparkassen-Hochschule in Bonn noch zu studieren, um ihren Bacherlor-Abschluss in der Tasche zu haben. "Ab 2016 kann die Ausbildungszeit auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Dann bieten wir auch ein duales Studium an, was Joana Schmidt jetzt noch nicht absolvieren kann", erläutert Petra Nigbur. Die Personalchefin kann für den Beruf der Bankkauffrau/des Bankkaufmanns nur werben: "Oft wissen junge Leute gar nicht, dass dieser Beruf extrem vielseitig ist."

Quelle: RP
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