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Leverkusen
Trister Herbstmarkt - blühendes Treiben sieht anders aus . . .

Leverkusen: Trister Herbstmarkt - blühendes Treiben sieht anders aus . . .
Dennis Ende bot P'flanzen für Leute ohne grünen Daumen an. FOTO: miserius
Leverkusen. Der Herbst zeigt oftmals mehrere Gesichter. Neben dem "Goldenen Oktober" kann er sich auch als windig, trist und oftmals regnerisch erweisen. So wirkte am Wochenende auch der Opladener Herbstmarkt. Zumindest am Samstag. Aber es wäre sicherlich zu einfach, zu behaupten, das Wetter wäre einzig schuld an diesem Eindruck. Klar bleiben bei schlechter Witterung auch die Shoppinggäste aus - aber auch das Angebot auf dem Markt in der Fußgängerzone erfüllte nicht die Anforderungen eines Herbstmarktes. Von Tobias Falke

Blühendes Treiben sieht anders aus. Der Opladener hat zu oft das Angebot von rustikalen Möbeln, Trödel oder Ledergürteln gesehen. Besser sah das schon bei den Ständen aus, die einen wirklichen Herbstmarkt ausmachen. Käse aus Holland, frische Eier vom Bauern oder auch Obst und Gemüse verkauften sich gut. Und dann gab es noch die Blumenverkäufer aus den Niederlanden. Wie zum Beispiel Dennis Ende mit seinem Stand "Landgoed plant". Seit fünf Jahren komme er mit seinen Kollegen regelmäßig nach Opladen, erzählt er in recht gutem Deutsch: "Wir versuchen jedes Jahr auch neue Pflanzen anzubieten", sagt er und zeigt auf das breite Angebot. In diesem Jahr seien die Lipstick Pflanzen voll im Trend. Sie wären besonders einfach bei der Pflege, nur einmal die Woche müsse man gießen. Dabei blüht die thailändische Pflanze gleich zwei Mal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Während er die Pflanze vorstellt, interessiert sich eine ältere Dame allerdings für die stachelige Pflanze nebenan. "Wie sehen die Kakteen denn heutzutage aus?" bestaunt sie etwas missmutig die neue Sorte namens Korallen-Kakteen. "Die sind aus Mexiko", erklärt Dennis Ende. Auch diese Pflanze benötige nur sehr wenig Wasser, alle 14 Tage reiche vollkommen.

Ende bietet immer mehr Pflanzen an, die keinengrünen Daumen erfordern. Die Leute hätten dafür immer weniger Zeit, sagt er. Das sah man den Besuchern des Marktes auch an, die meist schnell von einem Stand an den anderen huschten.

Quelle: RP
 
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