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Landrat-Lucas-Gymnasium
Turnhalle wegen Einsturzgefahr gesperrt

Landrat-Lucas-Gymnasium: Turnhalle wegen Einsturzgefahr gesperrt
FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Bei der Brandverhütungsschau sind Mängel an den Deckenplatten aufgetaucht. Die Halle ist für voraussichtlich drei Monate dicht. Auch etliche Vereine trifft die Sperrung hart. Der Sportbund sucht Ausweichmöglichkeiten. Von Ludmilla Hauser

Die Nachricht kommt für Nicht-Sportbegeisterte wohl gerade recht zum Schuljahresanfang: Die Dreifach-Sporthalle des Landrat-Lucas-Gymnasiums muss für drei Monate gesperrt werden. Der Grund: mögliche Einsturzgefahr der Deckenplatten.

Die Stadt hatte zwecks einer routinemäßigen Brandverhütungsschau die große Turnhalle begehen lassen. Die Experten stellten fest, "dass im Deckenbereich der Halle sehr viele Deckenteile herausgebrochen sind und sich teilweise noch lose Deckenteile in der Decke befinden", ließ Oberbürgermeister Uwe Richrath gestern in einem Rundschreiben an die Politik mitteilen. Der städtische Fachbereich Gebäudewirtschaft schickte einen Statiker in die Halle an der Herzogstraße. Der wiederum stellte eben fest, dass "die Deckeplatten bei einer weiteren mechanischen Beanspruchung einsturzgefährdet sind". Die Stadt sperrte die Halle, die neben Schülern auch von Vereinen genutzt wird. Für voraussichtlich drei Monate bleibt sie zu.

Wie geht es weiter?

Für Schule und Stadt hat damit das große Rechnen begonnen, denn insgesamt 388 Schulsportstunden in zwei Wochen müssen abgedeckt werden. "Die Stundenzahl ergibt sich aus dem rhythmisierten Stundenplan im 14-Tage-Modus", erläutert die Stadt. "Von den 388 Sportstunden finden in der Sporthalle planmäßig 226 Sportstunden in zwei Wochen statt." Von diesem wiederum sollen nach jetzigen Planungen der Stadt 94 Stunden in "Ersatzhallen", hauptsächlich Sporthalle Bergisch Neukirchen und Heinrich-Lützenkirchen-Halle in Bürrig, ausgelagert werden. Bleiben noch 132 Stunden übrigen, die "finden auf der Sportanlage Birkenberg statt oder entfallen", teilt Richrath weiter mit.

Als ersten Schritt hat die Stadt den Sportbund einbezogen. Der hat Anfang August von der Sperrung erfahren und die betroffenen Mitgliedsvereine informiert. "Die Halle wird an fünf Tagen pro Woche für jeweils vier Stunden von unseren Vereinen genutzt, insgesamt sind das wegen der Dreifachnutzung 60 Stunden für die Vereine", berichtet eine Mitarbeiterin des Sportbundes. Unter anderem trainieren die Badmintonspieler des Postsportvereins Opladen, des Opladener Badminton-Clubs und der Wilden Schläger in der Halle, dazu Sportler des TuS Opladen, eine Fitnessgruppe des TC Schwarz-Rot Lützenkirchen.

Vereine sollen helfen

"Wir versuchen, Ersatzzeiten in anderen Sporthallen zu finden, aber das wird nicht einfach", sagt die Sportbund-Mitarbeiterin. Denn zum einen gebe es Sperrungen anderer Turnhallen, etwa an der Realschule am Stadtpark, beziehungsweise geplante Sanierungen wie im Herbst an der Dreifach-Turnhalle des Lise-Meitner-Gymnasiums. Zum anderen brauche gerade Badminton "viel Platz für relativ wenige Spieler", heißt es vom Sportbund. "Das macht es umso schwieriger, Ersatz zu finden." Die Mitarbeiterin des Sportbunds schickt einen Aufruf hinterher: "Ich kann nur an die Bereitschaft anderer Vereine appellieren, uns zu helfen, diesen Ausfall aufzufangen", bittet sie.

Quelle: RP
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