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Leverkusen
Und das sagen Politiker zu der Brücken-Vollsperrung

Leverkusen. CDU-Bürgermeister Bernhard Marewski kritisierte gestern besonders heftig das Verhalten der Landesbehörde Straßen.NRW in der Angelegenheit "Rheinbrücken-Vollsperrung". Der Ratsherr findet, dass die Autobahnbehörde den Umleitungsverkehr auch innerhalb von Leverkusen zu regeln habe. Marewski schrieb gestern dazu: "Die Stadt regelt den Verkehr? ... ein Fehler! Der ,Verursacher' Straßen.NRW ist für das unausweichliche Dilemma voll verantwortlich! Es war sehr richtig, dass die Stadt Leverkusen auf die Problematik des kommenden Wochenendes mit 30 Jahre (!) Bierbörse und Bayer-04-Saisoneröffnung hingewiesen hat und eine Terminverschiebung der Brückensperrung um eine Woche gefordert hat."

Und dann holt der Politiker zur Generalabrechnung aus: "Wie es aussieht, verhallt solches Ansinnen im Nirwana - wie alles, was aus Leverkusen bisher zum Thema Autobahnbrücke, (Küppersteger) Tunnel und Autobahnkreuz A1/A3 geäußert wurde. Sollen doch Straßen.NRW und die Bezirksregierung Köln den von ihr gewählten Termin zum eigenen ,Stress-Test' machen, dort sitzen doch offenbar die über alles erhabenen Experten."

Marewski kommentierte weiter: "Jede verkehrsbegleitende Maßnahme der Stadt Leverkusen - und sei sie noch so gut gemeint - grätscht in die Weisheiten von Straßen.NRW hinein. Und wenn es dann an irgendeiner Stelle nicht klappt, egal wo ... so ist (wahrscheinlich für die Autofahrer) klar, wer dann allein verantwortlich gemacht wird: die Stadt Leverkusen. Deshalb: Finger weg. Straßen.NRW soll machen ... und damit auch die volle Verantwortung tragen!"

Nach unserer Berichterstattung zur Terminfindung, die gestern schon online lief (siehe nebenstehenden Artikel), langte Marewski nochmal zu: "Und so werden wir von Straßen.NRW und der Bezirksregierung (als Genehmigungsbehörde) weiter für dumm verkauft. Mit diesen Aussagen ist nun aber auch klar: Straßen.NRW hat alle Rahmenbedingungen - Leverkusen betreffend - gewusst und von oben herab ganz bewusst so entschieden! Leverkusen - Du bist chancenlos! Und das ist der Gipfel: ,Weil aber in den Ferien auch in dem Schweißerbetrieb, mit dem Straßen.NRW an der Leverkusener Brücke zusammenarbeitet, weniger Personal im Einsatz ist, mussten die dortigen Urlaubsplanungen mitberücksichtigt werden'", zitiert der Politiker aus dem RP-Bericht, "Urlaubsplanungen bestimmten mit den Termin. Es gibt ja sonst keine Schweißer!"

Auch CDU-Ratsherr Rüdiger Scholz schimpfte gestern: "Straßen.NRW schaltet und waltet in Leverkusen nach Gutsherrenart", schrieb er als Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CDU Leverkusen. Offenbar läuft Scholz als Landtagskandidat schon im Wahlkampfmodus. FDP-Ratskollege Friedrich Busch warnte derweil vor den hohen Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Konzentrationen, die durch den Brücken-Umleitungsverkehr auf die Leverkusener zukäme. Busch fordert, dass die Stadt Leverkusen an den belasteten Straßen Schadstoffmessungen durchführt.

(US)
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