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Leverkusen
Und täglich quält uns der Stau

Leverkusen: Und täglich quält uns der Stau
Morgens in Pattscheid: Von hier bis Opladen kann es auch mal eine Stunde Fahrzeit bedeuten. FOTO: Nolden
Leverkusen. Langsam liegen die Nerven der Autofahrer blank: Wie befürchtet hat sich die Fixheider Straße in Richtung Autobahn-Anschluss zur Stauzone entwickelt. Schlimmer trifft es Fahrer, die über den Kreisverkehr Rennbaumstraße müssen. Von Ulrich Schütz

"Applaus, Applaus", schrieb gestern ein Leser unserer Internetartikel auf Facebook: "Warum macht die Stadt schon wieder eine Baustelle auf, wenn die anderen noch nicht beendet sind?"

Sanierungsarbeiten Fixheider Straße

Tatsächlich reichte Montagmorgen die Fahrzeugschlange auf der Fixheider Straße auf beiden Fahrspuren oft bis zur Borsigstraße zurück. Der Grund: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat die rechte Fahrspur der zweispurigen Schnellstraße nahe der Eisenbahnbrücke auf eine Spur verengt. Zudem ist aus Richtung Quettingen/Fixheide die Abfahrt von der Fixheider Straße nach Opladen gesperrt. In diesen Bereichen und auf der Fixheider Straße wird Asphalt erneuert. Nachts wird auch die Abfahrt in Richtung Autobahn gesperrt.

Der Zeitverlust allein für dieses kurze Staustück betrug zumindest am Montagmorgen knappe zehn Minuten. Die Wupsi-Buslinien in Richtung Opladen fahren seit gestern bis zur Autobahnauffahrt durch, biegen auf das Gelände der Autobahnmeisterei Opladen ab, drehen auf dem Betriebshof und rollen zurück nach Opladen. Der übrige Autoverkehr wird mitten durch Opladen geleitet. Die Umfahrung der gesperrten Abfahrt (Fixheider Straße) durch Opladen dauerte gestern etwa knappe 20 Minuten. Eine fast schon ideale Zeit, zum Höhepunkt der Berufsverkehrszeiten dauert es auch mal doppelt so lang.

Die neue Ampel an der Stauffenbergstraße: Sie sorgt für ungewohnte Rückstaus bis in den Kreisverkehr Rennbaumstraße. Folge: Verkehrskollaps. FOTO: Miserius

Von solchen Fahrzeiten träumen Bus- und Autofahrer, die aus Richtung Pattscheid, Bergisch Neukirche, Lützenkirchen oder Quettingen kommen. Wer seit der Sperrung der Bahnunterführung Lützenkirchener Straße durch den Kreisverkehr an der Rennbaumstraße muss, ist derzeit eher der totalen Verzweiflung nahe. "Ich habe schon quälende 70 Minuten von Pattscheid bis nach Opladen gebraucht. Normal sind für die Strecke zehn Minuten ", klagte Unternehmer Werner Nolden. Seinen Mitarbeitern, die aus Witzhelden oder Burscheid kommen, gehe es kaum besser. "Es ist zu Berufsverkehrszeiten ein einziges Chaos." Gestern gegen 17 Uhr bildete sich auch eine Fahrzeugschlange von Lützenkirchen bis zum Rennbaumstraßen-Kreisverkehr.

Verschärft hat sich die ohnehin angespannte Verkehrslage durch die Baustellenampel am Berufskolleg Opladen. Sie gibt der Hauptfahrtrichtung zwischen Quettingen und Kreisverkehr ca. 30 Sekunden Grün, dann steht die Ampel für etwa 25 Sekunden auf Rot. Dabei warteten gestern selbst im Berufsverkehr selten mehr als fünf Fahrer in der Stauffenbergstraße, um auf die Hauptfahrbahn abzubiegen. Durch die Warteschlange an dieser Ampel stauen sich zumindest morgens die Fahrzeuge bis in den Kreisverkehr zurück. Folge: Prompt stehen alle Richtungen still. Auf der Burscheider Straße/Rennbaumstraße reicht so die Fahrzeugschlange vom Kreisverkehr bis nach Pattscheid zurück.

Bezirksvorsteher Rainer Schiefer will das Thema heute mit den städtischen Experten besprechen: "So kann das einfach nicht weitergehen", kündigte Schiefer an. Es müsse andere Lösungen geben. Täglich erhalte er Anrufe, in dem sich die Autofahrer über das Straßenmanagement der Stadt beklagten.

Die Stadtexperten bestätigten gestern, dass sie die Situation verstärkt beobachten wollten und nach Verbesserungen suchten. Auf keinen Fall will die Stadt auf die neue Ampel am Berufskolleg verzichten. Sie sei unter anderem nötig, damit die beiden Wupsi-Buslinien, die durch die Stauffenbergstraße fahren, gut abbiegen könnten.

Quelle: RP
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