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Drei Tote in diesem Jahr
Diese Maßnahmen sollen Unfälle auf der A1 verhindern

Schwerer Auffahrunfall auf der A1
Schwerer Auffahrunfall auf der A1 FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Auf der Autobahn 1 bei Leverkusen soll es weniger Unfälle geben. Eine Kommission hat deshalb neue Maßnahmen beschlossen. Unter anderem sollen Staus verhindert werden.  Von Sebastian Fuhrmann

Der letzte schwere Unfall auf der A1 bei Leverkusen ist gerade einmal 24 Stunden her. Ein Autofahrer übersah kurz hinter Burscheid das Ende eines Staus und fuhr auf einen anderen Wagen am Stauende auf. Beide Fahrer wurden schwer verletzt. Bei ähnlichen Unfällen sind auf demselben Streckenabschnitt allein seit Januar drei Menschen ums Leben gekommen. Alle Maßnahmen, die bislang getroffen wurden, um den Abschnitt vor der Brücke zu entschärfen, liefen ins Leere. 

Eine Unfallkommission bestehend aus Vertretern von Polizei, Bezirksregierung und Straßen.NRW hat nun Maßnahmen beschlossen, die die A1 sicherer machen sollen. Ziel ist es, die langen Staus vor der Brücke zu entzerren. Dort kommt es zu den schwersten Unfällen. Die Staus entstehen, weil Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen nicht über die marode Leverkusener Brücke fahren dürfen und die Autobahn am Kreuz Leverkusen in Richtung A3 verlassen müssen.

  • Neue Fahrbahnmarkierungen

Der Verkehrsfluss auf der A1 soll verbessert werden, indem die Fahrstreifen vor dem Leverkusener Kreuz in Fahrtrichtung Brücke neu organisiert werden. Vorgesehen ist, dass künftig eine Sperrfläche den mittleren Fahrstreifen vom linken trennt. So sollen die vielen Spurwechsel unterbunden werden, die laut Unfallkommission eine der Ursachen für die vielen Unfälle sind, zum Beispiel dann, wenn ein Autofahrer versucht, sich in die rechts wartenden Lastwagen einzufädeln. 

Schilder sollen auf die neue Verkehrsführung hinweisen. Die neuen Markierungen sollen bis spätestens zu den Herbstferien aufgetragen sein. In dem Streckenabschnitt soll für Autos das Tempolimit 80 und für Lkw 60 km/h gelten. Lastwagen dürfen weiterhin nicht überholen. 

  • Verkehrsfluss auf A3 soll verbessert werden

Fließt der Verkehr auf der A3 besser, gibt es auf der A1 vor der Brücke weniger Staus und damit weniger Unfälle - so die Logik der Unfallkommission. Künftig soll die A3 zwischen dem Kreuz Leverkusen bis zum Dreieck Heumar in beide Richtungen vierspurig sein. Die bislang drei Fahrspuren werden verengt, rechts auf 3,25 Meter, links auf 2,75 Meter. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit soll 100 km/h beantragen. Die neuen Markierungen sollen Ende Mai fertig sein. 

  • Warnungen per Funk

Zwischen Burscheid und dem Leverkusener Kreuz sollen ab Sommer Stauwarnungen in mehreren Sprachen an Fahrzeuge mit CB-Funkgeräten geschickt werden. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen mit Lastwagen aus dem Ausland. Über Funk sollen sie nun rechtzeitig vor der brenzligen Situation gewarnt werden. 

(sef)
 
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