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Leverkusen
Unternehmer beraten über Zukunft der Stadt

Leverkusen: Unternehmer beraten über Zukunft der Stadt
Roman Milczarek, Natalie Kühn, Eva Babatz und Heribert Gierlichs (v.l.) haben die vier Workshops geleitet. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Beim Workshop "Zukunft Leverkusen!" der IHK haben Unternehmer gestern lebhaft über die Herausforderungen der Stadt und mögliche Lösungen diskutiert. Von Tanja Karrasch

Wie sieht die Zukunft von Leverkusen aus? Dieser Frage hat sich gestern das IHK-Wirtschaftsgremium Leverkusen gemeinsam mit Unternehmern aus der Region gewidmet. Ziel des zweieinhalbstündigen Workshops war es, die Stadt Leverkusen bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen mit unternehmerischem Denken und Expertise zu unterstützen. "Alle Teilnehmer sollen hier ganz frei überlegen und sich austauschen können", betonte Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg.

Die Anregung für den Workshop kam von der IHK Köln. Dort habe es eine ähnliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gegeben, so Babatz. Dennoch sei die Idee, der Stadt als Ratgeber zur Seite zu stehen, in Leverkusen nicht neu: "Unsere enge Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister hat Tradition. Wir haben der Stadt als Wirtschaftsgremium schon immer Vorschläge unterbreitet, die teilweise auch umgesetzt wurden." Die Oberbürgermeister seien bisher immer dankbar gewesen, für Input aus einer anderen Perspektive mit wirtschaftlichem Sachverstand. Besonders sei an der Veranstaltung außerdem, dass vielen Unternehmern die Stadt am Herzen liege, weil sie nicht nur in Leverkusen arbeiten, sondern auch leben. So sei noch mal eine persönliche Sichtweise auf die aktuellen Herausforderungen und Probleme gegeben.

65 Unternehmer hatten sich auf Einladung der IHK zum Workshop angemeldet, die Hälfte davon Mitglieder des Wirtschaftsgremiums. Nach einer kurzen Einführung teilten sich diese in vier Gruppen auf, um gezielt über die Themen Verkehrsinfrastruktur, Kommunalfinanzen, Sicherheit/Sauberkeit und Marke/Image zu diskutieren. Diese wurden von Babatz, Roman Milczarek (TMD Friction), Heribert Gierlichs (Wellpappenwerk Franz Gierlichs) und Natalie Kühn (SK-Elektronik), Unternehmerin des Jahres 2015 geleitet.

Heribert Gierlichs wünschte sich vor allem eine lebhafte Diskussion ohne Tabus. Achim Hoffmann von der IHK war für den Workshop Kommunalfinanzen eingeteilt. "Als IHK haben wir häufig den Blick aus der Vogelperspektive, sehen das Große. Die Unternehmer vor Ort haben aber die Innensicht, sie haben ein ganz anderes Gefühl für die Situation", erläuterte er die Idee hinter der Veranstaltung. So sei die Betroffenheit beispielsweise beim Thema Straßensanierung eine andere, wenn man täglich auf dem Weg zur Arbeitsstelle durch viele Schlaglöcher fahre.

Innerhalb der Workshop-Gruppen sollten dann konkrete Vorschläge erarbeitet werden. "Da gibt es zum Auftakt ein großes Brainstorming", berichtete Eva Babatz. Im Anschluss sollen die Ideen bewertet werden: Was ist machbar? Was nicht? Und schließlich werden sie als Handlungsempfehlungen der Wirtschaft an die Stadt weitergegeben.

"Uns ist wichtig, zu betonen, dass das ein offener Prozess ist", betonte Babatz. "Wir freuen uns, wenn Unternehmer, die heute nicht dabei waren, nachträglich noch Ideen einbringen möchten." Vor allem solle es keine Schnellschüsse geben, sondern alles im Rücksprache mit der Stadt und mit Bedacht ausgewertet und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Quelle: RP
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