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Leverkusen
Verbraucherschützer: So wird die Gans ein guter Festtagsbraten

Leverkusen. So ein bisschen hängt der Duft nach Gänsebraten schon seit St. Martin in der Luft. Zu Weihnachten erlebt der Braten bald seine Hochzeit im Jahr. Mit Rotkohl und Klößen und leckerer Soße. Während Liebhabern dieser Speise jetzt das Wasser im Munde zusammenläuft, setzt die Verbraucherzentrale Leverkusen erstmal ein Aber: "Ein Gänsebraten verschafft nur echten Genuss, wenn das Geflügel aus tiergerechter Haltung stammt", heißt es da. Es folgt die Erklärung: "Schmackhaftes Fleisch und wenig Fettgewebe, langsame Aufzucht und ausreichend Auslauf - das sind die wichtigsten Kriterien für unbeschwerten Gansgenuss." Sie empfiehlt, dies zu beachten:

Haltungsformen Die Verbraucherschützer empfehlen, möglichst Bio-Gänse oder Fleisch von Gänsen mit der Bezeichnung "Freilandhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung" oder "bäuerliche Freilandhaltung - unbegrenzter Auslauf" zu kaufen. "Bei diesen gesetzlich definierten Haltungsformen müssen bei der Freilandhaltung mindestens vier Quadratmeter Auslauf pro Tier, bei der bäuerlichen Freilandhaltung zehn Quadratmeter pro Gans oder sogar unbegrenzter Auslauf garantiert sein. Außerdem ist festgelegt, wie viele Tiere maximal in einem Stall untergebracht werden dürfen."

Deutsche Gänse ab Hof Beim heimischen Erzeuger oder auf dem Wochenmarkt könne man davon ausgehen, dass das Federvieh ein vergleichsweise gutes Gänseleben hatte. Allerdings sollten Käufer auch hier nach der Herkunft des Geflügels fragen, rät die Verbraucherzentrale. Denn zum Teil würden, insbesondere auf dem Wochenmarkt, auch zugekaufte Tiere angeboten.

Gänsekauf im Supermarkt "Auch dort sollte deutsche Herkunft die erste Wahl sein", sagen die Fachleute, denn hierzulande seien die Gänse-Stopfmast und der Lebendrupf verboten. "Die meisten Tiere in den Supermarkttheken stammen aber aus Ungarn und Polen. In Ungarn ist das Stopfen - wie auch in Frankreich und Bulgarien - erlaubt. In Polen ist der Lebendrupf weit verbreitet." Ist das Produkt aus diesen Ländern nicht eindeutig gekennzeichnet, sollten Verbraucher die Finger davon lassen, heißt es weiter.

regionale Bezugsquellen Wer sich unschlüssig ist, findet auf der Internetseite der NRW-Landwirtschaftskammer www.landservice.de unter "Landfrische Produkte/Hofläden" Adressen von Betrieben, die Gänse ab Hof verkaufen.

(LH)
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