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Leverkusen.
Verein am Kettnersbusch erntet Kleingarten-Preis

Leverkusen.: Verein am Kettnersbusch erntet Kleingarten-Preis
Sieger im Kleingartenwettbewerb 2016: Christoph Lucia (3.Preis KGV Ruhlach), Bezirks-Vorsteherin Regina Sidiropulos, Silke Otto (SPK Leverkusen), Monika Niseri (2. Preis KGV Manfort), Karin Tannenberger (SPK Leverkusen), Manfred Munz (1. Preis KGV Opladen), Thomas Kurioth (Sonderpreis KGV Mathildenhof), Gerd Bach (Vorsitzender Dachverband Kleingärtner). FOTO: Heinz-Friedrich Hoffmann
Leverkusen.. Die Verleihung des Wanderpokals steht sinnbildlich für viele Gartenfans: Seit Jahren ist der Boom ungebrochen, die Nachfrage größer, als das Angebot. Von Gabi Knops-Feiler

Einmal ist es tatsächlich vorgekommen, dass eine Familie, die einen Kleingarten nutzte, anfangs ziemlich wenig Ahnung von den Dingen hatte: Sie hegte und pflegte Wildkräuter, aber rupfte Blumen aus der Erde.

Erfahrene Gärtner wie Gerd Bach, seit 21 Jahren Vorsitzender des Stadtverbandes der Kleingärtner und Pächter einer Parzelle in der Küppersteger Alfred-Vissel-Anlage, schmunzeln darüber. Bach weiß, dass Neu-Kleingärtner ohnehin mehr Wert auf das preiswerte Züchten von gesundem Obst und Gemüse legen.

Kleingärten und der Spaß an der eigenen Scholle haben ihren Reiz nicht verloren. Seit Jahren ist der Boom ungebrochen, die Nachfrage größer, als das Angebot. Schließlich bieten Kleingärten für Jung und Alt nicht nur Erholung und Entspannung, sondern auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Selbst Anni Grothe ist mit 96 Jahren noch immer auf ihrem Grundstück in der Bernshecke aktiv.

Es seien vor allem Zuwanderer und ihre Familien, die großes Interesse an einem Stück Land mitten in der Stadt hätten, das sie selber bearbeiten könnten, sagte Bach am Rande der Preisverleihung, bei der die Sieger des Kleingartenwettbewerbs 2016 gekürt wurden. Den ersten Preis - einen Scheck in Höhe von 250 Euro samt Wanderpokal - nahm Manfred Munz, Vorsitzender des Kleingärtnervereins Kettnersbusch in Opladen, entgegen.

Der Wettbewerb hat in Leverkusen eine 40-jährige Tradition. Ein Jahr nach der Gebietsreform 1975 und der damit verbundenen Einteilung des Stadtgebietes in drei Bezirke verabredeten die einstigen Bezirksvorsteher Bruno Wiefel, Werner Mävers und Hans-Joachim Gloeckner gemeinsam am Kleingartenfest Bernshecke (Küppersteg) teilzunehmen. Damals erfuhr Gloeckner, dass es zwar Wettbewerbe auf Landes- und Bundes-, nicht aber auf Stadtebene gibt.

Die erste Begehung folgte 1977, danach gelang es zunehmend, das seinerzeit brach liegende Kleingartenwesen wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen. Bis heute bewertet eine Jury an einem Tag sämtliche 14 Laubensiedlungen mit einer Gesamtfläche von rund 630.000 Quadratmetern, die von 1450 Kleingärtnern beackert werden.

Bei der jüngsten Begehung im Juni wurde Bach unter anderem von den Bezirksvorstehern Rainer Schiefer, Frank Schönberger und Regina Sidiropulos sowie Ulrich Hammer in Vertretung für Stadtgrün-Leiter Lothar Schmitz begleitet.

Dabei wurden Punkte an 80 Kriterien verteilt, unter anderem für Zustand von Fahrradständern, Papierkörben oder Parkplätzen. Am Ende des Tages stellten die Beteiligten erneut fest: Jede Anlage ist im Top-Zustand, jede hätte eigentlich die "Silberne Gießkanne" als Preis für die schönste Kleingartenanlage verdient. Die persönliche Bilanz von Bach ist ebenfalls top. Denn in den 21 Jahren seiner Amtszeit sind Schrebergärten in Hitdorf und Holzer Wiesen in Quettingen neu entstanden, dazu wurde Meckhofen erweitert.

Quelle: RP
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