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Leverkusen
Verein für krebskranke Kinder feiert 25-Jähriges

Leverkusen: Verein für krebskranke Kinder feiert 25-Jähriges
Bei einer Spendenübergabe an das Klinikum: Professor Norbert Niederle, Manfred Herpolsheimer, Eike Meyer, Hans-Peter Zimmermann, Irmgard von Styp-Rekowski und Thomas Eimermacher (von links). FOTO: miserius (archiv)
Leverkusen. "Die Eltern krebskranker Kinder wollen erstmal nichts von finanzieller Hilfe wissen. Sie merken dann aber doch schnell, dass die Finanzen durcheinander kommen – Therapien werden nur in Köln oder Düsseldorf durchgeführt, da muss immer jemand mit den Kleinen hinfahren. Dann stehen wir zur Seite und helfen." Von Stephanie Lichius-Engels

Sagt Irmgard von Styp-Rekowski, Geschäftsführerin des Vereins "Leverkusen hilft krebskranken Kindern". Seit 25 Jahren lindern die 73-Jährige und ihre ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter zumindest die finanziellen Sorgen der betroffenen Familien. "Wir haben im November 1987 angefangen – um dort zu helfen, wo andere Institutionen eine Lücke hinterlassen", lässt Styp-Rekowski die Zeit Revue passieren.

Große Hilfsbereitschaft

Unterstützt wurde die Aktion damals von Altbundespräsident Walter Scheel. "Wir erhalten keine öffentlichen Zuschüsse, sind vor allem auf private Spenden angewiesen. In den vergangenen Jahren war die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in und um Leverkusen allerdings wirklich groß: Kinder und Jugendliche spendeten einen Teil ihres Taschengeldes, bei Firmenfeiern, Straßenfesten, Fußballturnieren, Jubiläen, Geburtstagsfeiern und vielen weiteren Anlässen wurde Geld für unseren guten Zweck gesammelt", berichtet die 73-Jährige froh.

Leverkusener spendet in Kanada

Der Verein arbeitet eng mit der Sozialstation der Kinderonkologie in der Uniklinik Köln zusammen, denn dort werden viele der an Krebs erkrankten Kinder aus Leverkusen behandelt. "Damit ist für alle Spender nachweislich sichergestellt, dass ihre Gelder auch dahin gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden", sagt Styp-Rekowski. Immer wieder werden auch Mittel für die Anschaffung medizinischer Geräte bereitgestellt. "Wir konnten deutliche Akzente setzen."

An eine Erfolgsgeschichte erinnert sich die DCU-Politikerin am liebsten: "Wir haben mal eine Typisierungsaktion im Klinikum gemacht. Dabei kam heraus, dass ein Junge aus Leverkusen einem anderen Jungen in Kanada Knochenmarkt spenden kann. Er ist also dorthin geflogen. Leider haben wir den Kontakt zu diesem Jungen in der Zwischenzeit verloren."

Quelle: RP
 
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