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Leverkusen
Verkehrsminister Groschek will sich mit der Bürgerinitiative LIV treffen

Leverkusen. Das Erinnerungsschreiben der "Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung" (LIV) brachte den Erfolg: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) zeigt sich jetzt offen für ein Gespräch mit LIV-Vertretern. Es soll Ende Oktober, Anfang November stattfinden, teilte Wolfgang Otternberg von LIV mit. Von Susanne Genath/lh

Bereits am 16. August hatte die Bürgerinitiative an Groschek ein Paket geschickt, in dem sich neben gezielten Leverkusen-Geschenken wie einem Stück Stelzen-Beton vom A1-Überflieger in Küppersteg (wir berichteten) eine Einladung zu einem Gespräch über die Verkehrsplanung zur Autobahn A1 befand. Eine Reaktion blieb jedoch aus. Bis zum Brief vom 3. Oktober, in dem die Leverkusener noch mal diplomatisches Geschick aufboten.

"Wir nennen uns ,Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung' und nicht ,Initiative gegen Verkehrsplanung'", schrieben Friedrich Jonas, Wolfgang Otternberg und Peter Westmeier darin. Man wisse "um die Bedeutung von Leverkusen, als einer der neuralgischsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in NRW. Uns ist ebenfalls klar, dass hier eine zukunftsträchtige Lösung für das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen auf der A3, dem Autobahnkreuz Leverkusen und der A1 gefunden werden muss."

Die zwölfspurige Stelzenvariante allerdings, die Groschek als einzige Variante nach Berlin gemeldet habe, lehnten alle Leverkusener Bürgerinitiativen sowie der Stadtrat ab. Die Aussage, dass ja noch zehn Jahre bis zum ersten Spatenstich ins Land gingen, sei keine Beruhigung.

"Für öffentliche Bauprojekte, deren Baubeginn in zehn Jahren erfolgen soll, werden heute schon die Weichen gestellt", schrieben die Vertreter der Bürgerinitiative an Groschek. Eine Änderung könne dann nicht mehr über eine Bürgerbeteiligung, sondern nur noch per Gerichtsbeschluss erreicht werden. "Und dies führt zu den von Ihnen so beklagten Projektblockierungen." Deshalb lade man den NRW-Verkehrsminister "eindringlich" zu einem Gespräch in Leverkusen, samt Besichtigung der Stelzenautobahn ein.

"Ob wir uns in Leverkusen oder in Düsseldorf treffen, steht noch nicht fest", sagte Otternberg nun. Man freue sich aber über den jetzt recht prompten Anruf aus dem Büro des Ministers. "Die Dame entschuldigte sich dafür, dass Herr Groschek nicht reagiert habe. Die Einladung sei irgendwie untergegangen."

Quelle: RP
 
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