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Köln/Leverkusen
Verschärfte Raser-Fahndung: Köln lässt aus der Tonne blitzen

Köln/Leverkusen. Die Stadt Köln und die Polizei meldeten gestern weitere Erfolge gegen die Raserszene und kündigten Verschärfungen im Kampf gegen illegale Straßenrennen an. Die Stadt Köln wird an den kommenden Wochenende Sonderschichten fahren, um verstärkt Tempomessungen durchzuführen. Die Domstädter haben zwei weitere Messwagen bestellt, die bald geliefert werden. Und: Ab heute soll eine Tempomessanlage eingesetzt werden, die in einer Tonne versteckt ist. Vor ein paar Tagen stellte ein hiesiger Fahrlehrer auch diese Variante ins Internet: Das Foto zeigt wohl eine Blitzeinheit, die im Heck eines Pkw-Anhängers eingebaut ist. Von Ulrich Schütz

Das überraschend konsequente Einschreiten der Ordnungsbehörden wurde durch die tödlichen, von Rasern verursachten Unfälle der letzten Monate beschleunigt. Das Rennen von zwei Fahrern auf der Gustav-Heinemann-Straße führte zu einem Unfall am Schloss Morsbroich, es gab einen schwer verletzten Radfahrer.

Die Kölner haben inzwischen aus dem bei Rasern beliebten Aueweg (Strecke am Deutzer Hafen vorbei in Richtung Thermalbad bzw. Messe) eine Hindernisstrecke gemacht. Abwechselnd gesetzte Sperrbaken und Tempo 30 zwingen zur Langsamfahrt. Die Baken sollen jetzt durch Fahrbahnschwellen ersetzt werden, was unter anderem die Fahrgäste der Linie 260 (Wermelskirchen-Leverkusen-Köln) durchrütteln wird.

Polizeileiter Martin Lotz berichtete gestern, dass die Ermittlungsgruppe "Rennen" seit Mai 26 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen habe. 20 Personen müssen ihre charakterliche Eignung als Fahrer beweisen. Für 122 Fahrer werde es wohl Fahrverbote geben.

Quelle: RP
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