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Leverkusen
Viele Fragen zur "neuen" Bahnhofstraße

Leverkusen. Konzept war gestern, jetzt soll die Verwirklichung in Opladen beginnen. Es geht darum, den Stadtteil attraktiver zu machen. Insbesondere soll sich die Bahnhofstraße deutlich verbessern. Die Schmuddelecke soll sich zur einladenden Fußgängermeile mausern, über die es in einigen Jahren aus der Neuen Bahnstadt Opladen barrierefrei zur Kölner Straße im Zentrum führt. So sieht es jedenfalls das Konzept vor, das Verwaltungsmitarbeiter unter Berücksichtigung der Wunschzettel Opladener Gewerbetreibender erarbeitet haben. Von Monika Klein

Donnerstagabend wurde die Planung im Landrat-Lucas-Gymnasium vorgestellt. Danach gab es viele Fragen, Anregungen und Beschwerden von Immobilienbesitzern, Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern vor Ort. Die wurden zunächst gesammelt. Was tatsächlich umzusetzen ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Solange sich in puncto Hygiene (Hundehaufen, Wildpinkler, Zigarettenkippen, Kaugummiflecken und teils schlechter Zustand der Gastronomie) nichts ändere, würden auch neue Sitzbänke und einheitlicher Straßenbelag wenig bewirken, beschwerte sich eine Opladenerin. Vielleicht helfe die Einstellung eines Quartiers-Hausmeisters.

Tatsächlich plant die Stadt unter anderem eine Neugestaltung der Bahnhofstraße mit Wasserlauf, Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Den entsprechenden Förderbescheid über gut 14 Millionen Euro für die Maßnahmen im Stadtteilentwicklungskonzept kann sich Oberbürgermeister Uwe Richrath nächste Woche bei der Regierungspräsidentin Gisela Walsken abholen. Was das übrige Erscheinungsbild der Bahnhofstraße angeht, seien nun die Eigentümer, beziehungsweise Geschäftsinhaber am Zuge. Fassaden müssten einheitlicher gestaltet, ein besserer Branchen- und Angebotsmix erreicht werden. Aufwertung gehe aber nur mit guter Qualität statt Billigshops.

Dass in der Bahnstadt demnächst 1500 Menschen wohnen und sich über 1000 Studenten aufhalten, müssten Einzelhändler und Gastronomen als Chance begreifen, forderte Vera Rottes, Leiterin der städtischen Bahnstadt-Gesellschaft. In den nächsten fünf Jahren wächst die Bahnstadt weiter nach Westen an die Opladener City heran. Wenn nach den Gütergleisen auch der Busbahnhof verlegt ist, soll auf dem frei gewordenen Areal ein "Torhaus" und ein neuer Geschäftsbereich mit 6000 Quadratmetern Fläche entstehen. Lebensmittel, Fachmärkte und kleinere Shops, die keine Konkurrenz darstellen, sondern das bestehende Sortiment ergänzen, sollen dort angesiedelt werden.

Quelle: RP
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