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Leverkusen
Von Kosakenzipfel bis Komödie: Theater am vom-Stein-Gymnasium

Leverkusen. Zwei gut situierte Herren mittleren Alter sitzen gemeinsam in der Badewanne. Ohne Wasser. Wie es weitergeht mit den Herren Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner ist hinlänglich bekannt, der Satz "Die Ente bleibt draußen!" ist längst zu geflügelten Worten geworden. Von Gabi Knops-Feiler

Die Werke des vor fünf Jahren verstorbenen Humoristen Vicco von Bülow, genannt Loriot, stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Schauspiel-AG am Schlebuscher Freiherr-vom-Stein Gymnasium. Seit vergangenem Sommer hatten Kai Wahle und Anna Reich insgesamt neun Sketche mit 25 Schülern einstudiert, darunter Neulinge und geübte Darsteller aus Mittel- und Oberstufe. Sie sind die Akteure in den Klassikern Konzertbesuch, Jodelschule, Kosakenzipfel, Vertreterbesuch, Herren im Bad, Lottogewinner, Schmeckt's, Eheberatung und Benimmschule.

Bei der Generalprobe spielten die Mitwirkenden ihre Rollen sehr überzeugend, sie bestachen durch Ganzkörpersprache und enorme Bühnenpräsenz. Dazu vermittelten Bühnenbild, Maskenbild und Kostüme einen vollkommenen Gesamteindruck. Zementiert wurde dieser nicht zuletzt durch Darbietungen in den Umbaupausen, für die der ehemalige Stein-Schüler Sebastian Reuter sorgte.

Nach der Pause folgte die Komödie "Frau Müller muss weg" von Lutz Hübner, die kürzlich auch als Leinwandversion im Kino zu sehen war. Deutschlands meistgespielter Dramatiker thematisierte das Ringen der Eltern in einer Dresdner Grundschule um die optimale Startposition ihres Nachwuchses auf dem Weg in die Leistungsgesellschaft. Kai Wahle hoffte auf einen Wiedererkennungseffekt bei den Eltern.

Naomi van Loon, Schülerin der Klasse 8, spielte eine der Hauptrollen. "Die große Herausforderung ist, langsam und laut zu sprechen", merkt sie selbstreflektierend an. Soviel sei verraten: Es gelang. Obwohl der Abend in einem komödiantischen Fiasko endete.

In diesem Jahr präsentiert die Schauspiel-AG erstmals ein neues Konzept und gleich zwei Stücke an einem Abend, die zum Lachen und zum Nachdenken anregen sollen. Ausschlaggebend für die Neuerung ist die Tatsache, dass es einen großen Umbruch sowohl in Leitung als in Besetzung gab. Damit soll demonstriert werden, dass auf der Schulbühne mehr möglich ist, als nur bekannte klassische Werke zu spielen.

Aufgeführt werden die Loriot-Parodien sowie "Frau Müller muss weg" in der Aula des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums heute, Freitag, 11., und Montag, 14. März, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse (Erwachsene: sechs Euro, Schüler: drei Euro).

Quelle: RP
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