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Leverkusen
Von Ratingen ins Bergische und die Welt

Leverkusen: Von Ratingen ins Bergische und die Welt
Modernste Technik bei DHL Express: Hier ist ein Paket-Scanner mit Rotlicht zu sehen, Stationsleiter Markus Detert und Kollege Luca Giroletti schauen sich die Anlage an. 250 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. FOTO: Achim Blazy
Leverkusen. DHL Express erweitert den Standort am Breitscheider Weg in Ratingen-Lintorf: Post wird international verschickt. Von Norbert Kleeberg

Von der Herzklappe bis zum Zeugnisdokument, von der teuren Halskette bis zur Modezeichnung, die für eine Präsentation in Paris benötigt wird - die Dinge, die DHL Express von Ratingen-Lintorf aus in die weite Welt verschickt, sind in der Regel besonders, manchmal sogar einzigartig. Das Geschäft mit der speziellen Post, die termingebunden in New York oder Kapstadt ankommen muss, ist eine harte Branche, geht es doch vor allem um den Faktor Zeit.

Nun hat DHL Express, ein Unternehmensbereich des Logistikkonzerns Deutsche Post DHL Group, in den Lintorfer Standort am Breitscheider Weg 117 kräftig investiert. Über Summen will man angesichts der wachsamen Konkurrenz nicht sprechen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass DHL Express im siebenstelligen Bereich unterwegs ist. Markus Detert, der Stationsleiter, sieht in dieser Maßnahme ein klares Bekenntnis zum Standort, an dem rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind. "Wir haben eine Operation am offenen Herzen vorgenommen", umschreibt Detert den Austausch der wichtigsten Anlage: Es handelt sich dabei um den sogenannten Sorter, ein logistisches Sortier- und Verteilungssystem, das klare Kernkompetenzen hat: messen, wiegen und der richtigen Destination zuweisen. Bisher wurden 1800 Sendungen pro Stunde abgewickelt, demnächst sollen es 3000 sein. Vier Millionen Briefe und Pakete verlassen pro Jahr den Lintorfer Standort - mit nationalen und internationalen Zielen. Man will diese Zahl noch deutlich nach oben schrauben. Es ist zudem ein neuer Anbau geplant mit 33 weiteren Toren für den stattlichen Fuhrpark. Transporter und Lkw schwärmen in der Regel über das Breitscheider Kreuz aus. Der Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid wird sich mit den Plänen beschäftigen. Der künftige Verkehr soll über eine neue Zufahrt auf den Breitscheider Weg zum Autobahnkreuz Breitscheid in nordöstliche Richtung gelenkt werden.

Die Lintorfer Station hat einen großen Einzugsbereich, der neben der Region Düsseldorf auch Städte an der holländischen Grenze und das Bergische Land einbezieht. Die Sicherheit spielt bei DHL Express eine große Rolle, die Sendungen werden einem speziellen Check unterzogen, Mitarbeiter, die mit Flughäfen zu tun haben, werden besonders geschult und überprüft.

Dass etwas auf dem Weg in die weite Welt verloren gehen könnte, schließt Detert praktisch aus. "Und sollte dies tatsächlich passieren, so werden wir den Brief oder das Paket bestimmt finden", unterstreicht der Leiter der Station, die natürlich auch ganz normale Kunden nutzen können. Rainer Ernzer, Sprecher der Deutschen Post DHL, betont: "Wenn man zum Beispiel Konzertkarten verschicken will, die schnell und sicher ankommen müssen, dann wäre DHL Express sicherlich eine gute Lösung." Wie die RP bereits berichtete, gibt es am Breitscheider Weg auch das Paketzentrum der Deutschen Post DHL: Auf rund 22 000 Quadratmetern ist eine mechanisierte Zustellbasis entstanden. Tag für Tag werden in Lintorf durchschnittlich 11 000 Sendungen verteilt. Anwohner hatten die Stadt damals stark kritisiert: Bei den Planungen für das boomende Gewerbegebiet im Lintorfer Norden habe man die Auswirkungen auf den Verkehr und die Bürger entweder ignoriert oder stark unterschätzt.

Der größte Wunsch der Bürgerinitiative: ein neuer Autobahnanschluss.

Quelle: RP
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