| 00.00 Uhr

Leverkusen
Vorarbeit für A1-Brücke auf Hochtouren

Leverkusen: Vorarbeit für A1-Brücke auf Hochtouren
Der Westring ist seit dem Frühjahr gesperrt. Hier wurden bis Oktober zwei Gasleitungen verlegt. Ebenfalls zur Vorbereitung des A1-Brückenbaus FOTO: uwe Miserius
Leverkusen. Dickster Brocken: der Bau eines Regenrückhaltebeckens am Kreuz Leverkusen-West. Einschränkungen für Autofahrer. Von Ludmilla Hauser

A-bei-Lev - was sich liest wie ein neues Autokennzeichen ist bei der Autobahnbehörde Straßen NRW der Name für das Großprojekt "Umbau der Autobahnen in Leverkusen". Und das nimmt nach der Urteilsverkündung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig Mitte Oktober Fahrt auf, was die Vorbereitungen bis zum Baustart der ersten Hälfte der A1-Brücke im Frühjahr betrifft.

Das passiert aktuell

Baumfällungen Seit Ende Oktober lässt Straßen NRW Bäume und Sträucher zwischen Westring und Lastenstraße und linksrheinisch entlang der A 1 zwischen dem Kreuz Köln-Nord und der Anschlussstelle Niehl fällen, um das Baufeld freizumachen.

Westring Der ist seit dem Frühjahr gesperrt. Bis Oktober wurden zwei Gasleitungen von "Open Grid Europe" verlegt. "Das ist nötig, weil später an diesen Stelle Brückenpfeiler beziehungsweise Widerlager platziert werden", erläutert Straßen-NRW-Sprecher Timo Stoppacher. Noch laufen Nacharbeiten.

Regenrückhaltebecken Der dickste Brocken bei den Vorarbeiten für die neue Rheinbrücke steht jetzt an: Unter der A 59 in Höhe des Autobahnkreuzes Leverkusen-West, unweit des Westrings, wird ein neues Regenrückhaltebecken gebaut. Das ist laut Stoppacher mit 520 Kubikmetern Fassungsvermögen weitaus größer als das bisherige und wird nötig, "weil die neue Brücke größer wird und es so eine größere Oberfläche gibt, wo sich Wasser sammeln kann", erläutert er. Das dürfe aber nicht unbehandelt in die Kanalisation gelangen. Falls etwa ein Auto auf der Brücke Öl verliere, mische sich das eben auch mit dem Regenwasser, nennt er ein Beispiel. Das Regenwasser komme erstmal ins Rückhaltebecken, wo Leichtflüssigkeiten wie Öl abgeschieden werden.

Autofahrer müssen sich ab den nächsten Wochen auf eine neue Verkehrsführung einstellen. Teils wird der Verkehr ein-, statt zweispurig im Bereich der Auf- und Abfahrt der A 59 geführt. Die Arbeiten dauerten ein paar Monate, sagt Stoppacher, "wahrscheinlich bis Frühjahr". So lange soll die geänderte Verkehrsführung bestehen bleiben.

Bauvergabe Derweil läuft auch hinter den Kulissen die Vorarbeit für den Brückenbau. Die Vergabe für die eigentlichen Arbeiten ist im Gange und soll in diesem Jahr abgeschlossen werden, "die Firmen brauchen genug Vorlauf, um solch eine große Baustelle einzurichten", betont der Straßen-NRW-Sprecher.

Das soll ab 2018 passieren

Kreuz Leverkusen-West Ab Frühjahr sollen "umfangreiche Arbeiten für den Umbau" des Kreuzes beginnen

Brücke Parallel beginnt Straßen NRW mit dem Umbau der Anschlusstelle Niehl und dem Bau der ersten Hälfte der neuen A utobahnbrücke. Dafür sind zweieinhalb Jahre vorgesehen. Ende 2020 soll die erste Hälfte fertig und für den Verkehr - inklusive Fahrzeuge über 3,5 Tonnen - freigegeben werden. Erst dann wird die derzeitige Brücke abgebrochen. Die Vollendung der zweiten Brückenhälfte ist nach jetzigem Zeitplan bis Ende 2023 vorgesehen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Vorarbeit für A1-Brücke auf Hochtouren


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.