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Kämmerer Frank Stein verlässt Leverkusen
Vorsicht Steinschlag - Wackelt Leverkusens Sparkurs?

Kämmerer Frank Stein verlässt Leverkusen: Vorsicht Steinschlag - Wackelt Leverkusens Sparkurs?
Stadtkämmerer Frank Stein wird Leverkusen nach 15 Jahren verlassen. FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Finanzdezernent Frank Stein verlässt Leverkusen. Die Kooperation zwischen CDU, Grüne und Opladen Plus zerbricht. Von Peter Clement

In Bergisch Gladbach gehen seit der letzten Kommunalwahl die Uhren anders: Nach Jahren der CDU-Dominanz hat nun die SPD im Stadtrat ein gewichtiges Wörtchen mit zu sprechen. Doch SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt bekommt erst seit vergangenem Freitag das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Grund: Da hat er sich mit dem Partner CDU auf einen neuen Finanzdezernenten verständigt - und was für einen! Mit Frank Stein bekleidet nicht nur ein Sozialdemokrat künftig den wohl wichtigsten Posten neben dem Bürgermeister, sondern ein echtes fachliches Schwergewicht.

Oder wie Waldschmidt es ausdrückt: "Als die Stelle ausgeschrieben wurde, konnte keiner ahnen, dass sich ein so überragender Fachmann bewerben würde." Er hat es getan, und Leverkusen damit ebenso ungewollt wie unvermeidbar vor ein großes Problem gestellt: Die Stadt im Nothaushalt und mit einem Sanierungsplan, der an allen Ecken und Enden unter Druck steht, verliert nun einen ihrer letzten anerkannten Haushaltsexperten - ein Stein-Schlag, kurz bevor sich auch Steins Kämmereileiter verabschiedet.

"Klar bin ich ein bisschen traurig", räumte der Finanzfachmann ein, der seit 17 Jahren bei der Leverkusener Verwaltung arbeitet und vorerst dort auch weiter wohnen will: "Aber ich freue mich als Mittfünfziger wirklich noch mal auf eine neue Herausforderung." Die ist groß, dürfte einem Macher wie ihm aber viel Spaß machen. Bergisch Gladbachs CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Metten erläutert: "Bei uns besteht der Verwaltungsvorstand bald aus dem Bürgermeister, dem Baudezernenten - und Herrn Stein.

"Soll heißen: eine Art Oberstadtdirektor mit Zuständigkeit für Finanzen, Recht und Ordnung, Soziales sowie städtische Beteiligungen - ein Bereich, in dem sich der Konzern Bergisch Gladbach neu aufstellen möchte: "Herr Stein passt wunderbar", sagt Metten. Leverkusen dagegen muss nun mit den Folgen des "Stein-Schlags" leben.

Lesen Sie hier die Analyse unseres Autors.

Quelle: RP
 
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