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Leverkusen
VW-Strafanzeige geht nach Braunschweig

Leverkusen. Die Strafanzeige des Rheindorfer Lungenarztes Norbert Karl Mülleneisen gegen Volkswagen (VW) ist jetzt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Köln eingegangen, bestätigt Behördensprecherin Anja Drossé. Man werde den Fall aber nicht selbst bearbeiten. "Wir werden die Strafanzeige an die Generalstaatsanwaltschaft in Braunschweig schicken, damit diese sie wiederum an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterleitet", sagt die Oberstaatsanwältin.

Nach dem Diesel-Abgas-Skandal wirft der Leverkusener Arzt Verantwortlichen der Firmen VW, Audi und Porsche fortgesetzten gewerbsmäßigen Bandenbetrug, gemeingefährliche Vergiftung, Luftverunreinigung und schwere Körperverletzung vor. Sie hätten durch den Einbau einer Software in den Autos die gesundheitsschädlichen Abgase vertuscht und dadurch eine schwere Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht. Dabei seien sie "mit hoher krimineller Energie bei verschiedenen Automodellen und Automarken" vorgegangen.

In seiner Strafanzeige verweist Mülleneisen auf den Generalstaatsanwalt von New York, der bei einer Pressekonferenz im Juli von Betrug seit 2008 gesprochen und sich dabei auf eine E-Mail des damaligen Leiters des Qualitätsmanagements von Volkswagen bezogen habe.

Anja Drossé ist keine weitere Strafanzeige gegen VW hier aus der Region bekannt.

(sug)
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