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Blick in die Karten
Wahrsagerin Rosalia: "So wird 2016 in Leverkusen"

Blick in die Karten: Wahrsagerin Rosalia: "So wird 2016 in Leverkusen"
Sie beherrscht nach eigenen Angaben alle bekannten Kartendecks für die Zukunft: die Tarotkarten, Lenormand, Zigeunerkarten, Engelkarten und die italienischen Karten Scopa: Madam Rosalia. FOTO: rm
Leverkusen. Die A1-Brücke hält bis 2020, binnen fünf Monaten kommt ein Hochwasser - das und einiges mehr liest die Leverkusener Hellseherin für nächstes Jahr aus den Karten. Von Peter Korn

Pünktlich auf die Minute steht sie im Raum. Goldfarbenes Handtäschchen, blonde Strähnen im eigentlich dunklen Haar, ausgehfertiges Make-up - nein, Madam Rosalia entspricht ganz gewiss nicht dem landläufigen Bild einer Hellseherin oder Wahrsagerin. Eher schon dem einer erfolgreichen Geschäftsfrau, einer Immobilienmaklerin vielleicht.

Doch binnen weniger Minuten verfliegt dieser Eindruck, wird es mystisch: Kaum hat sie am Tisch Platz genommen, hat sie ihrem Gegenüber auch schon ungebeten aus der Hand gelesen, ihm einen Überblick über seinen Gesundheitszustand gegeben, zwei große Lieben seines Lebens benannt und eine Erbschaft angekündigt, "die allerdings für Streit sorgen wird".

Na ja, um die Zukunft vorauszusagen, ist Rosalia eigentlich ja auch vorbeigekommen. Unsere Redaktion hat sie eingeladen, weil die in Neapel geborene Leverkusenerin in Fachkreisen als durchaus treffsicher gilt. "Schon in frühester Kindheit habe ich gemerkt, dass ich hellsichtig bin. Es wurde mir in die Wiege gelegt", berichtet Rosalia. Auch ihre Oma habe diese Gabe besessen: "Seit 20 Jahren nutze ich sie, um anderen Menschen zu helfen."

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Heute ist Rosalia indes gekommen, um auf Anfrage die Zukunft für die Stadt Leverkusen für das kommende Jahr vorauszusagen. Bevor es losgeht, verkündet die Hellseherin noch, dass sie beim Kartenlegen das Prinzip der Numérologie verwendet, bei dem einer bestimmten Zahlenfolge, etwa dem Geburtsdatum eines Menschen, besondere Bedeutung zugemessen wird.

Daher will Rosalia vor der ersten Antwort auch zunächst einmal wissen, wann Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (Jahrgang 1961) geboren wurde. Dann lässt sie sich die Frage stellen:

1. Wird sich Oberbürgermeister Uwe Richrath als Quereinsteiger in seinem neuen Job durchbeißen?

Madam Rosalia findet es zunächst einmal hoch interessant, dass der neue Stadtchef zuvor als Damenmode-Geschäftsmann erfolgreich war. "Das ist doch mal was", sagt sie. Dann mischt sie ihren Kartenstapel: "Sagen Sie ,Stopp'", fordert sie ihr Gegenüber auf. Und dann sprudelt es auch schon aus ihr heraus, während sie eine Karte neben die andere platziert: "Herr Richrath ist ein netter Mensch. Das sage ich, obwohl ich ihn überhaupt nicht kenne. Er hat zwei oder drei echte Feinde, die ihm übel mitspielen wollen. Aber er ist durchaus in der Lage, sich durchzusetzen. Und ich sehe, dass er ein Mensch ist, der andere führen und begeistern kann. Glauben Sie mir, der wird seinen Weg machen." Privat sieht die Hellseherin für Richrath auch größere Veränderungen für kommendes Jahr: "Ein Umzug, eine Renovierung - genauer kann ich es leider nicht sagen." Da müsse sie ihn treffen.

Begleitet von ähnlichen Ritualen sagt Madam Rosalia nach und nach auch für andere Themen Leverkusens Zukunft voraus:

2. Wann gibt es das nächste Rhein-Hochwasser im Stadtgebiet?

Rosalia: "Legen Sie mich nicht auf den Monat genau fest, aber innerhalb der kommenden fünf Monate wird es ein Hochwasser in Leverkusen geben, das kann ich klar sehen."

3. Bis 2020 soll die neue Leverkusener A1-Brücke über dem Rhein stehen. Hält die alte Brücke solange oder droht die Komplettsperre?

Hier braucht Rosalia etwas länger, bevor sie antwortet: "Ich sehe, dass es durchaus noch die eine oder andere Reparatur geben wird. Aber komplett gesperrt wird die Brücke nicht. Es wird gelingen, sie bis 2020 befahrbar zu erhalten."

4. Wie wird sich die Situation rund um den Flüchtlingszustrom nach Leverkusen im kommenden Jahr entwickeln?

Rosalia: "Ich sehe, dass sich die Haltung in der Bevölkerung der Stadt grundlegend ändern wird. Das hat allerdings nichts mit mangelnder Hilfsbereitschaft zu tun, sondern vor allem mit der Tatsache, dass das Geld im kommenden Jahr deutlich knapper werden wird. Und wo es nicht mehr so viel zu verteilen gibt, werden die Angst und auch der Ärger entsprechend zunehmen."

An ihren Aussagen will sich Rosalia 2016 messen lassen. Doch bevor sie geht, verrät sie, dass Hellseher in der Regel anderen Leuten ziemlich genau die Zukunft voraussagen und Empfehlungen für weitere Handlungsweisen geben können: "Nur bei uns selber", räumt sie ein, "funktioniert das meist nicht. Wir haben nämlich zu viel Angst vor dem, was wir bei uns sehen könnten."

Kontakt unter www.viversum.de oder Telefon 0214 56695.

Quelle: RP
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