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Leverkusen
Wasser marsch zum Feuerwehr-Jubiläum

Leverkusen: Wasser marsch zum Feuerwehr-Jubiläum
FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Freiwillige Feuerwehr Schlebusch wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Das wurde am Samstag mit Knalleffekt gefeiert. Von Gabi Knops-Feiler

1890 rückte die Freiwillige Feuerwehr Schlebusch zum ersten Mal aus. Genau 125 Jahre später sorgten jetzt insgesamt 41 aktive Feuerwehrmänner und fünf Frauen des Löschzugs dafür, dass das Jubiläumsfest ihrer Feuerwache beim "Tag der Offenen Tür" zum unvergesslichen Fest für die Familie wurde. Es begann am Samstagmittag mit Vorführungen einer durch Hitzeentwicklung explodierenden Spraydose, ging am frühen Abend weiter mit Auftritten der Bands "No Pants Friday", "Generation Lost" sowie "Cat Ballou" und mündete am Sonntag in den Stadtfeuerwehrtag.

"Seien Sie vorsichtig und lassen im Sommer niemals eine Spraydose im Auto liegen", schärfte Moderator Wilfried Breuch den umstehenden Zuschauern ein, die sich ziemlich erschrocken hatten, als die Spraydose explodierte. Der Knall war so laut, dass einige Kinder sogar weinten. Vorgeführt wurden aber ebenso, wie ein Zimmerbrand und eine brennende Fritteuse gelöscht werden. Dazu erläuterte Breuch den Besuchern: "Öl niemals mit Wasser löschen, sondern Fritteuse abdecken, Herd abstellen und Feuerwehr mit Ruf 112 alarmieren."

Rund 30 Helfer der Jugendfeuerwehr zwischen zehn und 17 Jahren durfte am Samstag beim Jubiläumsfest ebenfalls ihr Können unter Beweis stellen, genau beobachtet vom vielleicht künftigen Nachwuchs, auf den die Freiwillige Feuerwehr so dringend angewiesen ist. Um das zu gewährleisten haben die Feuerwehrteams alleine im Vorjahr 61 Leverkusener Kindergärten besucht und über Brandschutz aufgeklärt.

Doch nicht alleine Brände sorgen wochentags zwischen 17 und 5 Uhr sowie am gesamten Wochenende für ständig steigende Einsätze der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, sondern zunehmend auch andere Schadensfälle. "In diesem Jahr sind wir schon 62 Mal ausgerückt, darunter zu immer mehr Sturm- und Wasser-Schäden sowie zu Unfällen", sagte Zugführer Oliver Fröhlen.

Bei solchen Einsätzen kann der Löschzug Schlebusch auf zwei Motorräder und sechs Fahrzeuge zurückgreifen, darunter ein Löschfahrzeug mit der Bezeichnung LF 20 Kats, das erst vor wenigen Wochen in Betrieb genommen wurde und auf das nicht nur Fröhlen "sehr stolz" ist, weil es die Schläuche noch beim Fahren auslegen kann. Samstag durfte jeder die Fahrzeuge bestaunen.

Zugute kommen wird die neue Technik letztlich 35 000 Bewohnern von Schlebusch einschließlich Waldsiedlung, Alkenrath und Teilen von Manfort, für die der Löschzug Schlebusch mitverantwortlich ist. Darüber hinaus dürfen sich aber auch alle anderen Leverkusener Bürger durch 260 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, 180 Beamte der Berufsfeuerwehr, 130 Mitarbeiter der Werkfeuerwehr und 110 Ehrenamtler der Jugendfeuerwehr bestens geschützt fühlen.

Quelle: RP
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