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Leverkusen
Wasser und viel Grün mitten in Opladen

Leverkusen: Wasser und viel Grün mitten in Opladen
Anne Bach u. Gerhard Hohns öffneten am Wochenende ihre Gartenpforte für Besucher. FOTO: Uwe Miserius (Archiv)
Leverkusen. Die "Offene Gartenpforte" beim Goldschmiede-Ehepaar Anne Bach und Gerhard Hohns in der Altstadt bot überraschende Einblicke. Von Monika Klein

"So eine Idylle mitten in der Stadt! Das vermutet wirklich niemand." Überrascht waren jene Besucher, die sich zum ersten Mal durch die "Offene Gartenpforte" von Anne Bach und Gerhard Hohns an der Bracknellstraße 16 wagten. Das Goldschmiede-Ehepaar hat sich zum wiederholten Mal an der Aktion beteiligt, die seit zehn Jahren von Bonn aus in der Region rechts und links der Rheinschiene koordiniert wird. Aber dieses Mal waren sie die einzigen in Leverkusen, die ihren Garten für neugierige Besucheraugen freigegeben haben. Und nicht nur den, auch das Goldschmiede-Atelier war geöffnet. Geübte Kursteilnehmer ließen sich sogar bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Als Gastgeber kamen Anne Bach und Gerhard Hohns selbst nicht dazu, irgendwelche Werkzeuge in die Hand zu nehmen und Arbeitsschritte zu demonstrieren. Dazu war zu viel los auf dem Gelände, wo sich die Besucher deutlich länger aufhielten, als man braucht, um die letzten Winkel der 650 Garten-Quadratmeter in Augenschein zu nehmen. Dafür hatten die Besitzer wie in den Vorjahren gesorgt und beispielsweise die Pattscheider Künstlerin Ariane Schuster eingeladen.

Die steckte mit den Fingern im feuchten Ton und formte weitere ebenso nützliche wie dekorative "Gartenhelfer", von denen sie etliche Ansichts-Exemplare in der naturnahen und verwunschenen Anlage verteilt hatte. Gleich vorne am Werkstatt-Eingang hatte sie eine tönerne Nisthilfe für Meisen aufgehängt. Im Garten verteilt lachten einem lustige Ton-Köpfe auf Stangen entgegen, die als "Gartenwächter" zur biologischen Schädlingsbekämpfung angestellt sind. Ihre Köpfe sind mit Holzwolle ausgestopft und dienen nützlichen Tierchen wie Ohrenkneifern als Wohnung.

Auf der Gänseblümchenwiese hatten sich Kollegen eingerichtet, die dem Zusammenschluss der Opladener Seitenstraßen-Geschäfte gehören. Stubenküken-Besitzerin Nicole Samet genoss es, ihre Blumentöpfe, Decken, Taschen und Geschirr in dieser Umgebung aufzubauen. "Hier macht das Dekorieren noch mal so viel Spaß", sagte sie strahlend. Am Sonntag kam noch Sascha Weidner vom "Feinkochtopf" dazu. Produkte wie Marmeladen passten besonders gut zu diesem Ort, an dem die Erdbeeren schon Früchte angesetzt haben.

Verschiedene Beerensträucher gibt es im hinteren Teil des Gartens, in dem die Akeleien derzeit so üppig wie Unkraut blühen. Die Wiese wird von einer großen Kastanie mit Kletterseil und Baumhaus beherrscht, die im Sommer gute Dienste leistet. Sie ist der natürliche Schattenspender für den verglasten Teil der Goldschmiede in einem ehemaligen Stall und Abort-Gebäude aus dem Jahr 1898. Hier lässt sich das ganze Jahr über bei Tageslicht arbeiten, umgeben von altem Gemäuer, natürlichem Grün, von Teich, Nutz- und Steingärten mit diversen Sitzgelegenheiten und doch mitten in der Altstadt von Opladen.

Am 16. Und 17. Juli ist hier nochmals "Offene Gartenpforte".

Quelle: RP
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