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Leverkusen
Weihbischof Steinhäuser besucht drei Monate lang St. Remigius

Leverkusen. An St. Remigius wird am Sonntag, 4. September, hoher Besuch erwartet. Dann beginnt in der Gemeinde die "kanonische Visitation", die laut Kirchenrecht alle sechs Jahre stattfinden soll. Tatsächlich war die letzte im Jahr 2010, damals besuchte der inzwischen im Ruhestand lebende Weihbischof Melzer im Auftrag des Erzbischofs das Stadtdekanat. Dieses Jahr kommt dessen Nachfolger Weihbischof Rolf Steinhäuser, für den Leverkusen noch unbekanntes Terrain ist. Von Monika Klein

Bevor er am 10. Januar im Kölner Dom durch Kardinal Woelki zum Bischof geweiht wurde, war er Stadtdechant in Düsseldorf. Pfarrer Heinz-Peter Teller kommentiert das humorvoll, jetzt lerne der Weihbischof endlich das wichtigste Dekanat des Erzbistums kennen. Zuständig ist Steinhäuser für den Pastoralbezirk Mitte mit der Stadt Köln, der Stadt Leverkusen und dem Rhein-Erft-Kreis. Monsignore Rolf Steinhäuser gehört als Domkapitular dem Domkapitel an und wirkt er als Beauftragter für Neuevangelisierung im Erzbistum Köln.

Drei Monate sind für die Visitation angesetzt, die bis Anfang Dezember dauern soll. Es wird Unterbrechungen geben, weil Steinhäuser zwischendurch auch nach Rom fährt. Aber dennoch hat er hier ein strammes Programm zu erledigen. Schon deshalb, weil er eine ganze Reihe von Personalgesprächen führen wird.

Nicht nur mit jedem einzelnen Seelsorger der Leverkusener Pfarrgemeinden, sondern auch mit sämtlichen Mitarbeitenden der anderen Bereiche wie Pfarrsekretärin, Küster oder Organist. Das werden Vier-Augen-Gespräche sein, für die im Zeitplan jeweils eine Stunde veranschlagt ist, sagt Teller. Ansonsten wird Teller als Stadtdechant den Gast begleiten. Seine Aufgabe sei es, den Bischof vorzustellen und mit den Menschen in den Einrichtungen bekannt zu machen.

Tatsächlich alle Einrichtungen, Verbände und Gruppierungen wird er wohl nicht besuchen können, dazu sind es zu viele. Auch 2010 hat man schon eine Auswahl getroffen. Deswegen sind jetzt mal zum Teil andere dran.

Als Kontrollbesuch empfindet Teller die Visitation nicht. Es könnten natürlich Probleme angesprochen werden. Der Bischof wird sich die Sorgen und Nöte der Menschen anhören und sie im Glauben ermutigen. In erster Linie gehe es darum, sich gegenseitig kennenzulernen und Verbindungen zu festigen. Nicht nur die mit den Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei. Auch ein Gespräch mit Oberbürgermeister Uwe Richrath ist vorgesehen, und zwar gleich am ersten Tag im Anschluss an die Messe.

Eröffnet wird die Visitation mit einem feierlichen Pontifikalamt am Sonntag, 4. September, um 18.30 Uhr in St. Remigius. Anschließend gibt es einen Empfang in der Aula der Marienschule.

Quelle: RP
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