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Leverkusen
Weihnachtliches Plädoyer für Musik in der Schule

Leverkusen. Ein Weihnachtskonzert für Schüler, Eltern und Geschwister hat im Landrat-Lucas-Gymnasium mittlerweile Tradition. Das findet ausnahmsweise nicht in den eigenen Veranstaltungsräumen statt, sondern in der Bielertkirche, die eine andere Atmosphäre bietet als das eher nüchterne Schulareal. Dafür nehmen die Mitwirkenden den höheren Aufwand in Kauf. Von Monika Klein

In der Kirche hat man zuvor den Altar abgebaut, es wurden viele Meter Kabel verlegt, Mikrophone, Verstärker und Mischpult angeschlossen, obwohl die gute Akustik der kleinen Kirche Chorstimmen und Instrumenten beste Voraussetzungen bietet. Aber das klassische Musikprogramm, das ohne Strom auskommt, dauerte kaum mehr als 20 Minuten. Danach läutete eine vierköpfige Gruppe der Stufe EF den deutlich poppigeren Teil ein, der das entsprechende Equipment braucht.

Alexandra Blank, Katrin Daams, Elena Karacic und Dennis Jantzen stellten eine eigene Komposition vor. Sowohl Text als auch die Melodie ihres gefühlsbetonten Songs haben sie selbst geschrieben. "Believe in Christmas" heißt ihr nagelneues Weihnachtslied, in dem sie von einer weißen Weihnacht träumen. Die Außentemperaturen verhinderten zwar, dass der besungene Schnee vom Himmel fällt, aber bis zum Fest dauert es ja noch 14 Tage. Der Oberstufen-Chor (Solo Berda Arslan) hatte großes Vergnügen an Weihnachtlichem aus den Charts wie Mariah Careys "All I want for Christmas", und das mit Unterstützung des Lucas-Orchesters unter der Leitung von Lehrerin Brigitte Vedder, die das Programm auch moderierte. Stützen des Ensembles sind ihre Musikkollegen Frank Lenz, der auch andere Vorträge am Klavier begleitete, Referendar Florian Krentz und sogar zwei fachfremden Kollegen an Horn und Kontrabass. Weniger jahreszeitlich gebunden waren aktuelle Titel wie "Budapest" von George Ezra oder "When the days are cold" der Imagine Dragons on der Oberstufen-Band, die von Lehrer Daniel Breidenbach geleitet wird und ganz ohne Schlagzeug auskommt. Zwei Sängerinnen und drei Gitarristen bilden die Gruppe. Für den weihnachtlichen Anteil waren die Zuhörer genauso verantwortlich wie die vielen Ausführenden. Gemeinsam wurden bekannte Lieder wie Stern über Bethlehem oder der obligatorische Schlusschoral "O du fröhliche" angestimmt.

Im ersten Teil gab es kleine Solovorträge auf verschiedenen Instrumenten. Nele Burchartz, für die es das letzte Weihnachtskonzert ihrer Schulzeit war, spielte ein "Chanter" auf der Harfe. Jüngere Schüler stellten sich mit Querflöte, Blockflöten und Klavier vor. Hörbare Ergebnisse des "Drehtürmodells", das am LLG in Kooperation mit der Musikschule Leverkusen vor drei Jahren gestartet wurde.

Das ermöglicht instrumentalen Einzelunterricht am Vormittag. Den versäumten Unterricht in der Klasse müssen die Schüler dann nacharbeiten. Das Interesse daran wächst, für das nächste Schuljahr hat Brigitte Vedder schon 30 Anmeldungen, bis jetzt sind es halb so viele Schüler. Zugelassen werden nicht nur die Leistungsstärksten, betont die Lehrerin, weil Untersuchungen beweisen, dass Instrumentalunterricht die Kinder ganzheitlich fördert.

Quelle: RP
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