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Leverkusen
Welterbe Notkirche: viele Unterstützer

Leverkusen. Die evangelische Johanneskirche in Manfort gehört zu deutschlandweit 92 noch erhaltenen Notkirchen, die zwischen 1947 und 1953 von Otto Bartning mit einfachen Mitteln gebaut wurden. Die Otto-Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau (OBAK) will sie und etwa ein Drittel dieser Gotteshäuser als Weltkulturerbe schützen lassen. Die Politiker im Betriebsausschuss KulturStadtLev haben jüngst zugestimmt, einen solchen Antrag zu unterstützen. Und auch die Evangelische Kirche im Rheinland steht dem Antrag positiv gegenüber. Aktiv geworden ist sie aber noch nicht. "Unseren Baufachleuten liegt bislang keine Bitte um Unterstützung seitens der OBAK vor", teilt Sprecher Peter Iven mit.

Dass die Notkirchen architektonisch und geschichtlich auch aus Sicht der Landeskirche besondere Beachtung verdienten, werde daran deutlich, dass eine von ihnen - die Versöhnungskirche aus Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis - nun ins LVR-Freilichtmuseum in Kommern versetzt werde. "Der Entwidmungsgottesdienst wurde zu Ostern gehalten", berichtet Iven. Die Holzkirche werde auseinandergebaut und in Kommern wieder zusammengesetzt. Nach 1945 waren zahlreiche Flüchtlinge aus Schlesien in Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis angesiedelt worden. Die Gottesdienste fanden zunächst in Kino, Gasthof oder Schule statt. 1951 wurde dann die "Diasporakapelle" eingeweiht.

Status: Gelb - in Bearbeitung

(sug)
 
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