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Leverkusen
Wendepunkte in Tanz, Theater und Musik

Leverkusen: Wendepunkte in Tanz, Theater und Musik
Schwanensee mit afrikanischen Rhythmen zeigt die Choreografin Dada Masilo im Forum. FOTO: John Hogg
Leverkusen. KulturStadtLev hat das Programm für die neue Spielzeit veröffentlicht. In der Saison 2017/18 dreht sich (fast) alles um das Thema "Zeitenwenden". Von Monika Klein

Deutlich sichtbar wird das Motto beispielsweise beim Tanzabend von The Dance Factory aus Südafrika, die den deutschen Ballettklassiker Schwanensee aus der sehr eigenen Sicht der Choreografin Dada Masilo zeigt. Ihr "Swan Lake" kombiniert Tschaikowsky mit afrikanischen Rhythmen. Nach Leverkusen kommt das niederländische "Itrodance" ebenso wie die National Dance Company Wales oder auch Gauthier Dance mit der ausgezeichneten Produktion "Nijinski". Im Bereich Musiktheater gibt es neben Oper (Rigoletto) und Singspiel (Im weißen Rössl) auch zwei Musical- Vorstellungen: "The Addams Family" nach Cartoons und Filmserie der 1960er und "Hairspray" nach dem Kultfilm von John Wenders.

Im Schauspiel werden Wendepunkte in verschiedenen Spielformen vom Figuren- und Makentheater (Fortsetzung der Berliner Stadtmusikanten und Familie Flöz) über Cirque Nouveau bis zum klassischen Theater gezeigt. So bringt der Thalbach-Clan (Tochter Anna und Enkelin Nellie stehen auf der Bühne bei der Inszenierung von Katharina Thalbach) eine frische Neuauflage von Williams' "Die Glasmenagerie". Produktionen gehen der Frage nach: "Wie gehen Menschen mit Veränderungen um?" Einige komödiantisch wie die Bühnenfassung von "Monsieur Claude und seine Töchter", andere skurril und nachdenklich wie "Kollaps von der Burghofbühne Dinslaken. Oder traumhaft wie "Das Leben ist Kurzgeschichten" von und mit Matthias Romir. Poetisch und bildreich im erzählerischen Tanzstück für die ganze Familie "Chotto Desh". Es gibt wieder ein Theatergastspiel für die Jüngsten ab zwei (!) Jahren und ein buntes Angebot für Kinder und Jugendliche, sowohl im freien Verkauf als auch für Schulen und Kindergärten.

Musical-Atmosphäre bringt unter anderem die "Addams Family" nach Cartoons und Filmserie der 1960er auf die Bühne. FOTO: Jörg Landsberg

Vor zehn Jahren vollzogen KulturStadtLev und die Westdeutsche Sinfonia Leverkusen mit der Erfindung des KlassikSonntages eine Zeitenwende in der Reihe Sinfoniekonzerte. Vier weitere mit Musik aus bewegten Wende-Zeiten folgen in der nächsten Spielzeit, unter anderem mit Beethovens fünfter und siebter Symphonie. Im fünften Konzert singt der BachChor Leverkusen Mozarts c-Moll-Messe und macht einen Jahrhundert-Spagat zu Poulencs 1959 entstandenem "Gloria". Die Bayer Philharmoniker bereiten am Silvesterabend eine "Soirée royale" mit königlichen Melodien und Hardy Rittner am Klavier. Hier kooperieren KSL und Bayer Kultur ebenso wie bei den sechs Konzerten Leverkusener Musiker, die im April 2018 die 250. Veranstaltung feiern.

In den Kammerkonzerten im Spiegelsaal erklingen Instrumente, die Zeitenwenden zum Opfer fielen wie die einst königliche Harfe. Im Neujahrskonzert präsentiert die Leverkusener Harfenistin Konstanze Jarczyk die klangliche Vielfalt der modernen Variante. Das Übergangsinstrument Hammerklavier spielt Christine Schornsheim, außerdem treten die Westdeutschen Bläsersolisten auf und im Advent Flautando aus Köln und NeoBarock oder l'arte del mondo. Im Grenzgänger-Bereich vermischt das "vision string quartett" verschiedene Stile, ebenso wie Elbtonal Percussion. Im Orgelforum ist unter anderem die Jazz-Größe Barbara Dennerlein zu Gast. Neue und bekannte Namen bietet das Kleinkunstprogramm. Neben Hagen Rether, Burghard Klaußner, Andreas Rebers und Düsseldorfer Kommödchen kommt erneut The Ukulele Orchestra of Great Britain. Karten ab sofort im Forum und auf www.kulturstadtlev.de

Figurentheater ist nicht nur was für Kinder. Das beweisen die "Berliner Stadtmusikanten". FOTO: Klaus Zinnecker
Quelle: RP
 
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