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Leverkusen
Wenn aus der Grillparty ein Versicherungsfall wird

Leverkusen. Ein paar Spieße, Würstchen, mariniertes Fleisch: Bei manch einem läuft der sommerliche Grillabend einfach nur lecker ab. Aber nicht bei jedem.

"Durch Unachtsamkeiten und leichtfertigen Umgang mit offenem Feuer kommt es jährlich zu rund 4000 schweren Grillunfällen in Deutschland, mehr als 500 davon mit schwersten Verbrennungen", sagt Martin Hardenacke, Sprecher des Bezirks Köln-Bonn im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), der in Bergisch Gladbach sitzt.

Als häufigste Ursache nennt er Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin. "Werden sie unüberlegt in die Flammen gegossen, können durch explosionsartige Verpuffungen hohe Stichflammen mit Temperaturen von bis zu 1800 Grad Celsius entstehen", verdeutlicht er und rät zu ungefährlichen Grillanzündern wie Anzündwürfeln.

Private Unfall- und Haftpflichtversicherungen helfen, zumindest finanziell abgesichert zu sein. "Da Grillen ein privates Freizeitvergnügen ist, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die finanziellen Folgen eines Unfalls auf", sagt Hardenacke. "War bei einem Grillunfall etwa Alkohol im Spiel, kann die private Unfallversicherung auch die Zahlungen verweigern."

Kommt ein Umstehender zu Schaden, könne das Opfer Schmerzensgeld oder Ausgleich für Verdienstausfall bis hin zu einer lebenslangen Rente verlangen, weist der Versicherungsfachmann hin. Sein Rat: eine private Haftpflichtversicherung. "Auch für Sachschäden, wenn beispielsweise des Nachbars Markisen durch Funkenflug beschädigt werden, kommt die private Haftpflichtversicherung auf", sagt Hardenacke.

(sug)
 
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