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Leverkusen
Wenn kleine Forscher experimentieren

Leverkusen: Wenn kleine Forscher experimentieren
Die Kindergartenkinder machten im "Haus der kleinen Forscher" bei der Arbeiterwohlfahrt in Opladen Druck: auf Tischdecken oder beim selbst vorbereiteten Raketenstart mit Brausetabletten. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Kinder der städtischen Kindertagesstätte Nobelstraße verbrachten einige wissensreiche Stunden in Opladen. Von Ina Bodenröder

Die selbstgebauten Raketen fanden Nalani (5) und Dion (5) gestern ganz klar am besten. "Wir haben Brausetabletten in Wasserflaschen getan und sie dann ganz schnell auf die Abschussrampe gestellt", berichteten die beiden Kindergartenkinder. Was dann passierte, stand einem echten Raketenabschuss fast in nichts nach - und die Kids waren begeistert. Nalani und Dion haben mit vielen anderen Jungen und Mädchen und ihren Erzieherinnen Anette Becker und Kerstin Bayer von der städtischen Kindertagesstätte Nobelstraße das "Haus der kleinen Forscher" bei der Arbeiterwohlfahrt am Berliner Platz besucht.

Beim "Mitmach-Tag für wirksame frühe MINT-Bildung" experimentieren sie an fünf Forscherstationen und machten hautnah spannende Entdeckungen. Zu den schulischen MINT-Fächern gehören die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik sowie Technik und Mathematik. "Wir wollen die Kinder frühzeitig an diese Fächer heranführen. Dazu greifen wir kleine Ereignisse auf, um den Entdecker- und Forschergeist spielerisch im alltäglichen Leben zu verankern. Dann machen auch Naturwissenschaften richtig Spaß", sagte Dr. Susanne Reinold, auf deren Vorschlag das Haus bei der AWO in Opladen vor dreieinhalb Jahren eingerichtet wurde. Bundesweit feiert die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" mit dem Aktionstag in diesem Jahr bereits ihren zehnten Geburtstag. Allein in Nordrhein-Westfalen kooperiert die Stiftung mit insgesamt 53 Institutionen, die als sogenannte Netzwerkpartner das Fortbildungsangebot der Bildungsinitiative bereitstellen. In Leverkusen sind insgesamt 16 Einrichtungen als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert, das Kommunale Bildungsbüro Leverkusen und das AWO Familienseminar hatten gestern 130 Kita- und Grundschulkinder eingeladen.

Auch Anette Becker und Kerstin Bayer haben bereits eine Weiterbildung gemacht. Der Förderverein der städtischen Kita an der Nobelstraße hat extra eine Forscherecke eingerichtet. "Wir können die Kinder so auf Dinge aufmerksam machen, die sie sonst als Stadtkinder gar nicht wahrnehmen würden", erzählten sie.

Neben dem leichteren Zugang zu den Naturwissenschaften trüge das gemeinsame Experimentieren und Forschen auch zur Sprachförderung der Kinder bei. Bürgermeister Bernhard Marewski dankte der AWO dafür, dass sie den Kindern Raum biete, Erfahrung mit Naturwissenschaften zu sammeln: "Letztlich steckt in jedem Menschen auch ein kleiner Forscher. Er muss nur die Chance haben, dies zu entdecken und zu erfahren", sagte der Bürgermeister.

Quelle: RP
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