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Leverkusen
Wenn Laub zur täglichen Gefahr wird

Leverkusen. Die Stadt reinigt nur Verkehrsflächen, für die Gehwege sind die Grundstückseigentümer zuständig.

Im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden und die Blätter sich in dem jährlich wiederkehrenden Naturereignis bunt färben, um schließlich abzufallen, bereiten sie vielen Bürgern aber auch Kopfzerbrechen: die städtischen Laubbäume, denn Herbstzeit ist Laubzeit.

Im Herbst beseitigen die Mitarbeiter der Straßenreinigung zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben das Laub der städtischen Bäume von den öffentlichen Verkehrsflächen. Auf Gehwegen, für deren Reinigung die anliegenden Grundstückseigentümer verantwortlich sind, bildet die bunte Blätterschar eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr. Gefährlich wird es nämlich dann, wenn die bunten Blätter nicht rechtzeitig von Gehwegen entfernt werden. So lauert bei feuchtem Laub - ähnlich wie bei Eisglätte im Winter - Rutschgefahr.

Zudem verdeckt Laub Stolperkanten oder Hindernisse. Blätter und Äste im Rinnstein verhindern außerdem den Abfluss von Regenwasser. Nach geltender Straßenreinigungssatzung ist die Reinigung der Gehwege stadtweit einschließlich der Entsorgung des Kehrichts auf die Anlieger übertragen.

Das manuelle oder maschinelle Beseitigen des Laubes von Gehwegen oder sonstigen privaten Einrichtungen auf die Straße ist nicht gestattet und stellt nach Paragraf 6 der Straßenreinigungssatzung eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit 500 Euro geahndet werden kann. Denn dann verstopft es die Gullys. Darauf weist die Stadt in einer Pressemitteilung hin. Außerdem türmten sich in manchen Straßen riesige Mengen Laub in den Straßenrinnen auf, die den Kehrmaschinen ihre Arbeit unmöglich machten.

Aus diesem Grund und als freiwilligen Service verteilt die Avea im Auftrag der Technischen Betriebe der Stadt Leverkusen, wie bereits in den vergangenen Jahren, zusätzlich Laubsäcke an solche Anwohner, die städtische Bäume unmittelbar vor ihrer Haustüre haben, die wegen ihrer Größe während der Laubzeit für einen deutlich erhöhten Reinigungsaufwand der Gehwege sorgen. Die gefüllten Laubsäcke werden am Tag der normalen Straßenreinigung abgeholt, jedoch nicht durch die Kehrmaschinen, sondern durch ein Sammelfahrzeug der Avea, erklärt das Unternehmen.

Es wurden bereits Laubsäcke verteilt. Unter Telefon 0214 8668-668 können Anwohner der betroffenen Straßen während der Laubzeit bei Bedarf noch weitere Laubsäcke anfordern. Die Laubsäcke sind nicht für eigenes Gartenlaub oder Gartenabfälle gedacht, sondern dienen ausschließlich der Aufnahme des Laubes der städtischen Straßenbäume.

Wohin also mit den privaten Laubmassen? Die umweltfreundlichste Art der Entsorgung ist immer noch die Kompostierung auf dem eigenen Grundstück oder das Abdecken von Beeten mit dem Laub. Die Laubschicht führt dem Boden organische Substanzen und Nährstoffe zu, fördert das Bodenleben und bietet vielen Lebewesen und Pflanzen einen Winterschutz. Das ganze Jahr über können Bürger aber auch kostenlos ihren Grünschnitt oder ihr Laub - bis zu 0,5 Kubikmeter täglich - an den bekannten Sammelstellen oder am Avea-Wertstoffzentrum an der Dieselstraße 18 abgeben.

Quelle: RP
 
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