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Leverkusen
Wersbach: Neue Technik gegen Depression

Leverkusen. Die Klinik Wersbach setzt in der Behandlung von Depression künftig auf modernste Technik. Das Expertenteam um den Chefarzt, Dr. Christoph Florange habe sich dazu entschieden, die medizinische Entwicklung der "repetitiven transkraniellen Magnetstimulation" (rTMS) einzusetzen, teilte die Leichlinger Reha-Einrichtung jetzt mit. Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der knapp ein Fünftel aller Menschen im Verlauf ihres Lebens betroffen sind. Die Fachärzte in der Klinik Wersbach sind seit vielen Jahren darauf spezialisiert, Patienten erfolgreich zu behandeln und nachhaltig zu therapieren.

Mit der repetitiven (lat. "wiederholte") transkraniellen (lat. in etwa "durch den Schädel") Magnetstimulation (rTMS) steht ihnen jetzt eine neue Technologie zur Verfügung. Die funktioniert so: Mit Hilfe einer Magnetspule erreichen sanfte Impulse zielgerichtet Bereiche des Gehirns - sie können sowohl stimulieren als auch hemmen.

Mit ein Grund für die Einführung der "kleinen technischen Revolution" in Wersbach ist die Tatsache, dass nicht alle Patienten ausreichend auf eine Behandlung mit Medikamenten und Psychotherapie ansprechen oder aber empfindlich auf unerwünschte Nebenwirkungen der Antidepressiva reagieren.

Es bestehe also ein großer Bedarf an weiteren wirkungsvollen Therapien - gegebenenfalls auch in Kombination mit konventionellen Heilverfahren, sagt Chefarzt Florange: "Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren die Entwicklung hirnstimulatorischer Behandlungsverfahren für die Depression entscheidend vorangetrieben."

Die Wirksamkeit der rTMS sei mittlerweile in vielen großen internationalen wissenschaftlichen Studien - insbesondere aus den USA und Deutschland - belegt. Die Fachleute nennen das auch "evidenzbasiert". Eine derartige TMS-Therapie wird bislang nur in wenigen Zentren in Deutschland angeboten. Die Klinik Wersbach hat mit ihrem Angebot nun in der Region daher ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Therapiedauer beträgt vier Wochen mit fünf Sitzungen zu jeweils 15 - 45 Minuten pro Woche. Die TMS sei natürlich kein Wundermittel, sagt Florange, "aber die Erfolge sind erstaunlich".

(pec)
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