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Leverkusen
WGL baut 60 Wohnungen am Königsberger Platz

Leverkusen. Wolfgang Mues sagt ja. Zu Rheindorf-Nord. "Natürlich sind wir hier mit Projekten auch mal gescheitert wie mit dem Vollsortimenter, den wir aus wasserschutzrechtlichen Gründen nicht verwirklichen konnten. Die Nahversorgung halten wir auch weiterhin im Auge. Aber jetzt steht erstmal unser nächstes städtebauliches Projekt an", sagt der Chef der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL). Und die macht auf ihrem Grundstück am Königsberger Platz so gut wie alles neu. Von Ludmilla Hauser

Vom Bereich, in dem jetzt die Pavillons mit Eiscafé, Stadtteilbüro und Kneipe stehen und weiter in Richtung Elbestraße sollen mehrere dreigeschossige und ein sechsgeschossiges Gebäude mit 60 Wohneinheiten und Gewerbe (Gastronomie, Bäckerei etc.) entstehen, dazu öffentliche Grünflächen, Mietergärten, vielleicht auch ein Biergarten. Die WGL schafft ein kleines neues Stadtquartier ab der Awo und um das Ärztehaus herum, das so bestehen bleiben wird. "Wir dürfen eben wegen des Wasserschutzes nicht in die Erde gehen, können also keine Tiefgaragen und Keller bauen. Deswegen richten wir in den Erdgeschossen teilweise Parkplätze und Abstellräume ein", erläutert Stefan Altenbach von der WGL. Die Wohnflächen beginnen dann ab der ersten Etage. Weil die Parkebene flächenmäßig größer ausfallen wird als die Wohnungen (Wohnungsgröße zwischen 65 und 75 Quadratmetern), bleibt auf der ersten Etage auch Platz für Grünflächen; Mues und auch WGL-Aufsichtsratschef Uwe Richrath können sich dort gut Mietergärten vorstellen. Wer in einem Haus ohne Gartenbereich leben wird, soll einen Balkon haben. Auch wenn die Aussicht teils etwas getrübt wird. Einige Balkons könnten Richtung des platzbestimmenden, laut Mues vollvermieteten Hochhauskomplexes weisen, der einer luxemburgischen Firma gehört. Die Fassaden wirken schmuddelig. Ob eine Renovierung geplant ist, weiß Mues nicht, hofft aber darauf. Ebenso wie auf die Chance, dass die neue Gestaltung des WGL-Areals Strahlkraft auf den gesamten Platz haben wird.

Richrath sagt zu, die WGL prüfe für den preisgebundenen Wohnungsbau (derzeit; 5,75 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter) verschiedene Förderszenarien, unter anderem vom Land. Für das Vorhaben muss der Bebauungsplan aus den 60er Jahren neu aufgestellt, also überarbeitet werden. Diese Neuaufstellung soll noch vor den Sommerferien in die politischen Gremien gehen. Für Herbst ist eine Bürgerbeteiligung geplant. Im Sommer/Herbst 2016 könnte Baustart sein. Was das Vorhaben kosten wird, sagt Mues nicht, er spricht von einem höheren zweistelligen Millionenbetrag.

Quelle: RP
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