| 00.00 Uhr

Leverkusen
Wie das Tanzvirus glücklich macht

Leverkusen. Zu seinem 15-jährigen Bestehen zeigte das Tanzstudio "Tanzstelle" die Show "Tanzfieber". Von Gabi Knops-Feiler

Zum Auftakt der Show erklingt eine Stimme aus dem Off: "Virologen entdeckten ein neues Virus", heißt es da. "Dieses Virus kann jeden Menschen jeden Alters befallen. Über die Übertragungsart sind sich die Virologen noch nicht ganz einig. Es besteht aber die Theorie, dass es schon durch bloßes Hören von Musik übertragen werden kann."

Die Rede ist vom Tanzvirus. Es hat das Opladener Tanzstudio "Tanzstelle" befallen. Schon ziemlich lange. Doch genau 15 Jahre, nachdem Astrid Groh und Gaby Endert das Tanzstudio gegründet haben, dringt es nun mit voller Kraft an die Öffentlichkeit. Und welches Anzeichen wäre bei Infektion und Ansteckung wohl passender als Fieber? Entsprechend steht der Abend unter der Überschrift "Tanzfieber".

Nach bislang drei Märchen folgt erstmals eine anders geartete Fantasie-Reise, die sich an zwei kleinen Viren (Antonia Zaubert und Liese Winbeck) entlang hangelt. Zunächst forschen sie im Versuchslabor. Nachdem sie eine Lösung gefunden haben, testen sie Ergebnis und Wirkung an kleinen Mäusen. Von da aus setzt sich der Siegeszug der Bakterien schnell fort. Er befällt die Körper der Menschen. Rote und weiße Blutkörperchen reagieren, Adrenalin wird ausgeschüttet, Zellen teilen sich und der Stoffwechsel wird angeregt. Nicht zuletzt zeigen sich Symptome wie Muskelkater, Fieber und Schwindel.

Passend zu jedem Detail sind die Szenen arrangiert und bewegen sich die Akteure in immer anders farbigen Kostümen mal klassisch, mal modern und fantasievoll. Modern ist auch die Musik, die größtenteils elektronisch und computergesteuert wirkt. Am Ende ist die Erleichterung bei den kleinen Verursachern groß, dass das neu entdeckte Virus gesund und glücklich macht. Zum Schluss der fast zweistündigen Show tanzen alle gemeinsam einen fröhlichen Partytanz.

Seit einem Jahr waren sämtliche 200 großen und kleinen Tänzer - die Jüngsten sind gerade einmal vier Jahre alt - mit den Vorbereitungen für die Aufführung beschäftigt. Parallel zur ersten Idee folgte die Musikauswahl, das Entwerfen und Nähen der Kostüme sowie der Bau der schlichten Bühnenbilder mit entsprechenden Requisiten. Darin eingebunden war das Einstudieren diverser Choreografien und unzähliger Zusatzproben.

Entsprechend fieberten alle Akteure der Premiere am Samstag entgegen und freuten sich, ihr Gelerntes vor großem Publikum endlich demonstrieren zu können. Die Festhalle war denn auch fast ausverkauft. Großeltern, Eltern und Geschwister saßen gebannt im Zuschauerraum. Sogar die Babys verhielten sich weitgehend ruhig.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Wie das Tanzvirus glücklich macht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.