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Leverkusen
Wie man mit dem Rollator gut durch den Verkehrsdschungel kommt

Leverkusen. Vor einiger Zeit verunglückte eine Seniorin (78), weil sie den "Toten Winkel" eines abbiegenden Lkw nicht beachtete. Sie starb noch am Unfallort. Um tragische Unglücke wie diesen möglichst zu vermeiden und Fahrgäste über den sicheren Umgang mit Rollatoren in Bussen und Bahnen aufzuklären, wurde der "Rollatortag NRW" vom Zukunftsnetz Mobilität NRW ins Leben gerufen. Nun informierten Wupsi, CBT-Wohnhaus Upladin, Sanitätshaus Ricara und die Geriatrie des Sankt Josef-Krankenhauses mit Chefarzt Dr. Ingo Reinecke auf dem Marktplatz Opladen zum Thema. Von Gabi Knops-Feiler

Wer wollte, konnte seinen Rollator kostenlos überprüfen lassen. Die Polizei gab allgemeine und besondere Tipps im Umgang und zum so genannten "Toten Winkel", also dem Bereich, den Bus- und Lkw-Fahrer im Rückspiegel nicht einsehen können. Symbolisiert war er mit einer gelben Plane, die so groß war, dass eine Schulklasse mit 30 Kindern hinein passen würde. Kommissarin Sonja Hildebrand: "Senioren sind die Gefahren häufig nicht mehr geläufig." Sie glaubten, als Fußgänger seien sie nicht betroffen.

Doch weit gefehlt. Besser sei es, "Abstand von der Fahrbahn zu halten und große Fahrzeuge wegfahren zu lassen, also den Vorrang um der Sicherheit willen abzugeben", sagte Hildebrand. Und sie hatte weitere Hinweise, um Unfälle zu vermeiden: den Rollator bewusst benutzten, also nicht überladen, um das Gleichgewicht halten zu können. Und nicht nur in der dunklen Jahreszeit Leuchtbänder oder Blinklichter anbringen. Hildebrand: "Jedes Teil, das leuchtet, ist im Straßenverkehr besser zu sehen."

Mobilitäts-Trainer Thomas Wulf und Verkehrsmeister Andreas Stein (Wupsi) erklärten fast 100 Besuchern einige grundsätzliche Dinge. Zum Beispiel: Vor dem Einsteigen in den Bus die äußere blaue Taste rechts vom Eingang drücken, um dem Busfahrer zu signalisieren, dass er die Türe länger offen halten soll. Auch im Inneren des Fahrzeugs ist eine solche blaue Taste installiert.

Ferner riet er allen Fahrgästen, sich erstmal zu setzen, selbst wenn der Nachbar nicht unbedingt sympathisch erscheine. "Sobald ein Anderer aussteigt, kann man den Platz immer noch wechseln", riet er aus eigener Erfahrung.

Quelle: RP
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