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Leverkusen
Wiesdorfer Stadtpark heißt jetzt offiziell Wilhelm-Dopatka-Park

Leverkusen: Wiesdorfer Stadtpark heißt jetzt offiziell Wilhelm-Dopatka-Park
Bezirksvorsteherin Regina Sidiropulos, Oberbürgermeister a. D. Ernst Küchler und Nach-Nachfolger Uwe Richrath haben das neue Schild enthüllt. FOTO: Miserius
Leverkusen. Eigentlich heißt er schon länger so, jetzt weist auch ein Schild darauf hin - der Wilhelm-Dopatka-Stadtpark. An der Weggabelung direkt hinter der Bahnunterführung nahe Forum steht es. Damit erinnert in Wiesdorf nun, nachdem 2009 der Name der Wilhelm-Dopatka-Halle in Smidt-Arena geändert wurde, wieder etwas an den SPD-Politiker, der von 1964 bis zu seinem Tod mit 59 Jahren im Jahr 1979 Oberbürgermeister der Stadt war. Von Tanja Karrasch

Oberbürgermeister Uwe Richrath hat die neue Hinweistafel gestern feierlich enthüllt. Bereits im Mai 2012 hatte der Rat der Stadt Leverkusen die Umbenennung beschlossen. Bisher war der neue Name aber nur auf Stadtkarten zu finden. Nun soll er Bürgern auch beim Spaziergang durch den Park begegnen. Das hatte die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I im Juni letzten Jahres entschieden. Etwa 2500 Euro hat sie für das Schild ausgegeben, der Standort wurde gewählt, weil viele Besucher von dieser Seite den Park betreten. Bezirksvorsteherin Regina Sidiropulos (SPD) freute sich, dass der Stadtpark mit der Enthüllung nun ganz offiziell seinen neuen Namen erhielt.

Richrath erinnerte in seiner Ansprache an den politischen Werdegang und die Verdienste seines Amtsvorgängers, der die Stadt in der Phase ihrer größten Entwicklung geprägt habe. Von 1946 bis 1948 war Wilhelm Dopatka Mitglied des ersten ernannten Rates der Stadt Leverkusen. Ab 1979 vertrat er die SPD im Rat der Stadt, zugleich war er von 1955 bis 1965 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1954 bis 1961 war er Bürgermeister, drei Jahre später wurde er Oberbürgermeister.

In Dopatkas Amtszeit fielen das Ausscheiden Leverkusens aus dem Rhein-Wupper-Kreis, die Entwicklung zur Großstadt, zahlreiche städtebauliche Großprojekte und schließlich der Zusammenschluss mit Opladen, Bergisch Neukirchen und Hitdorf zur neuen Großstadt Leverkusen, heißt es auch auf dem Schild. Das Amt des Oberbürgermeisters habe er mit großem persönlichem Einsatz ausgeführt, lobte Richrath. Und weiter: "Er hat immense Energie in diese Stadt investiert." So wie es die Aufgabe auch von ihm erfordere, fügte Richrath an: "Man muss wissen, dass das Amt des Oberbürgermeisters eine starke Inanspruchnahme ist. Es bleibt wenig Zeit für Familie. Aber das wusste ich vorher, und es macht mir auch Spaß."

Auch Oberbürgermeister a. D. Ernst Küchler (SPD) war vor Ort. Von 1970 bis 1973 war er persönlicher Referent Dopatkas. Er habe von morgens früh bis nachts um zwölf gearbeitet, schilderte Küchler den Einsatz seines Parteifreundes.

Quelle: RP
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