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Leverkusen
Wilfried Schmickler ruft zum Widerstand gegen A1-Pläne auf

Leverkusen. Wilfried Schmickler kommt aus Hitdorf, trat in Opladen auf und wusste daher auch einiges über Leverkusen zu erzählen - obwohl er mittlerweile in der vierten Etage eines Wohnhauses im Kölner Süden wohnt. So viel zur Einordnung des Kabarettisten, der für einen ausverkauften Scala-Club sorgte. Egal, wie man das Programm fand, Schmickler bot als berüchtigter Schnellredner viel Inhalt. Von Siegfried Grass

Man musste schon sehr konzentriert zuhören, um die vielen Nuancen und Wortspiele in seiner Sprach-Akrobatik zu verstehen. Wenn man sich das Lachen nicht verkneifen konnte, dann lieber nur ganz kurz, denn die nächste (meist bittere) Pointe folgte umgehend. Die 250 Zuhörer wussten, worauf sie sich eingelassen hatten. Der 61-Jährige gehört zum "Inventar" der Fernsehsendung Mitternachtsspitzen im WDR. So brauchte sein Auftritt auch keinen Titel. Sein Name reichte aus. Das Fernsehen, dem Schmickler verbunden ist, konnte ihm indes keine Konkurrenz machen. Er las aus dem Programmheft vor - und an allen Ankündigungen gab es etwas auszusetzen.

Über Leverkusen konnte er nicht viel Gutes erzählen - obwohl er doch erst vor einigen Monaten mit dem "Leverkusener Löwen" geehrt wurde. Beispielsweise könnte er sich keine Hymne über die Stadt vorstellen. "Leverkusen, ich komm aus dir" oder "Auf dem Rialto-Boulevard nachts um halb Drei" - Nein, das gehe nicht, machte Schmickler deutlich.

Aber er interessiert sich für die Verkehrsprobleme seiner Geburtsstadt, wo er in Hitdorf die Katholische Grundschule besuchte und am Opladener Landrat-Lucas-Gymnasium seine weitere Bildung erfuhr. Er bemängelt die umstrittenen Autobahn-Ausbaupläne und rief zur Teilnahme an der Demonstration "Lev muss leben" am 7. Dezember auf. Selbst wird er wohl nicht teilnehmen. Sein dichtes Tourneeprogramm führt ihn an diesem Tag zum Mainzer Unterhaus.

Quelle: RP
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