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Leverkusen
Wirtschaftsförderung sucht Mitglieder für kreatives Netzwerk

Leverkusen. Im "Spektrum" fand die Kulturkonferenz statt. Von Monika Klein

Für viele Kulturschaffende war es der erste Besuch in den Räumen der Künstlervereinigung "Spektrum Lev '87" an der Virchowstraße, wo dieses Mal die Kulturkonferenz zu Gast war. Annemarie Schier erläuterte die derzeitige Ausstellung, die sie mit drei anderen Malerinnen bestückt. Vorsitzender Egon Baumgarten sprach über die Organisation, der momentan 39 aktive Mitglieder angehören und die im nächsten Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert.

Zum runden Geburtstag will man sich erstmals an der Buchwoche "Lev Liest" im April beteiligen. Die einzelnen Aktivitäten sind noch nicht geplant, allerdings steht die passende Ausstellung dazu fest. Dann werden Literaturbilder des Mitglieds Alexander Steffes gezeigt. An der Kunstnacht und - in diesem Jahre zeitgleich - "Kunst im Schaufenster" beteiligen sich die "Spektrum"-Künstler ohnehin.

Baumgarten sprach auch die Probleme mit der Finanzierung des Vereins an, der Miete und Nebenkosten selbst aufbringen muss, aber von der städtischen Kulturförderung nicht profitiere, weil die an Projekte gebunden sei. Nicht unbedingt, belehrte ihn Kulturbüro-Leiterin Anke Holgersson. Beispielsweise seien die Kosten für Ausstellungseröffnungen, Bewirtung und Aktionen durchaus eine Sache für Projektförderung. Es komme darauf an, dass man einen Antrag stelle, der den Grundsätzen entspricht. Die verlangen vor allem, dass eine Veranstaltung in der Stadt, öffentlich und defizitär ist. Holgersson bietet "Spektrum" und anderen Kulturschaffenden Beratung dabei an.

Hauptpunkt bei dieser 33. Kulturkonferenz war die Vorstellung des relativ neuen Netzwerkes "Kreative Wirtschaft Leverkusen" (www.kreativ-lev.de), das von der Wirtschaftsförderung Leverkusen betreut wird. Genau genommen von Sebastian Hahn, der den versammelten Kreativen aus unterschiedlichen Bereichen die Plattform vorstellte und ans Herz legte. Kreativwirtschaft sei ein großer Wachstumsmarkt, den man nicht nur den großen Nachbarstädten Köln und Düsseldorf überlassen dürfe. Leverkusen werde nicht als Kreativstandort wahrgenommen, gab er zu. Aber tatsächlich hätten schon alle DAX-Konzerne die Dienstleistung ansässiger Firmen in den Bereichen IT, Design, Werbegrafik, Eventmanagement oder Kunst in Anspruch genommen.

Die sei umso sinnvoller, je mehr sich dort anmeldeten und präsentierten, sagte Nici Heimroth von "Design b3". Sie ist von diesem Netzwerk ebenso begeistert wie ihr Geschäftspartner Gunna Holz, der von ersten Erfolgen berichtete. Über das bisher noch übersichtliche Netzwerk seien schon Jobs vermittelt oder bei der Suche nach einem Bild fürs Büro geholfen worden. Für Bildende Künstler sei die Plattform deswegen ebenso interessant wie für Theater, Musiker oder Tanz.

Beratung und Hilfestellung gibt Sebastian Hahn als Projektleiter Kreativwirtschaft, Tel. 0214 833120, E-Mail: hahn@wfl-leverkusen.de

Quelle: RP
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