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Leverkusen
Wupsi kämpft mit Aufklebern gegen Existenzsorgen

Leverkusen: Wupsi kämpft mit Aufklebern gegen Existenzsorgen
Hoffen auf Entscheidungen in ihrem Sinne - und womöglich auch auf Gottes Segen: Im Schatten des Altenberger Doms gaben Uwe Richrath, Marc Kretkowski und Hermann-Josef Tebroke (v.l.) den Startschuss für die Aufkleber-Kampagne. FOTO: Matzerath
Leverkusen. Bevor bald wegweisende Entscheidungen anstehen, betreibt das Unternehmen mit einer Kampagne Eigenwerbung. Von Roman Zilles

Das Ziel ist offensichtlich: Möglichst viele Kunden sollen während ihrer Busfahrt zu dem Schluss kommen, dass die Wupsi ein tolles Unternehmen ist. Damit diese Erkenntnis nach dem Ausstieg möglichst lange haften bleibt, wurden als Überbringer der Botschaft Aufkleber gewählt. Das Verkehrsunternehmen, Stadt Leverkusen und Rheinisch-Bergischer Kreis präsentieren sich darauf als "Starke Partner der Mobilität".

Präsentiert wurden die Aufkleber, die in allen 150 Bussen des Unternehmens angebracht werden sollen, von ranghohen Vertretern der Wuspi: von Geschäftsführer Marc Kretkowski und den Chefs der Gesellschafter Landrat Hermann-Josef Tebroke und Oberbürgermeister Uwe Richrath. Sie gaben im Schatten des Altenberger Doms den Startschuss für die Kampagne, unterstrichen Bedeutung, Stärke und Verlässlichkeit der Wupsi, verwiesen auf Bestnoten im VRS-Kundenbarometer und auf die Verringerung des Defizits: Das sei seit Beginn der Restrukturierung der Wupsi im Jahr 2002 (damals belief sich der Zuschussbedarf für Kreis und Stadt auf 8,6 Millionen Euro) um über 50 Prozent reduziert worden.

Dabei ging es im Vordergrund um Aufkleber, im Hintergrund auch um die Existenz des Unternehmens. Die ist ungewiss, seit das Burscheider Unternehmen Wiedenhoff angekündigt hat, das gesamte Netz der Wupsi übernehmen zu wollen. Und zwar eigenwirtschaftlich, sprich: ohne Ausgleichszahlungen durch die Kommunen zu beanspruchen. Eine Entscheidung der Kölner Bezirksregierung steht noch aus.

Genau wie ein endgültiger Beschluss dazu fehlt, ob Leverkusen und Rheinisch-Bergischer Kreis als Gesellschafter das Busliniennetz per Direktvergabe für zehn Jahre an die Wupsi geben durften. Das lässt der Leichlinger Busunternehmer Hüttebräucker prüfen. Die Vergabekammer in Köln sah im Vorgehen ohne Ausschreibung kein Problem. Nun lässt Hüttebräucker die Sache vom Oberlandesgericht in Düsseldorf prüfen. Eine Anhörung ist für Mitte August angesetzt.

Trotz aller Ungewissheiten: Die Verantwortlichen geben sich optimistisch. Für Richrath ist die Wupsi ein "Partner, den wir auch für die kommenden Jahre bei allen künftigen Herausforderungen an unserer Seite wissen wollen". Und Kretkowski kündigt an "Die kommenden Herausforderungen sind vielfältig und spannend. Wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit dem Kreis und der Stadt anzupacken."

Quelle: RP
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